3 Fragen an die Narrhalla Mainburg zum Fasching 20/21

In Zeiten von Corona mag man sich fragen, ob es nächstes Jahr überhaupt einen Fasching in gewohnter Form geben wird. Wir haben mal beim Vorstand der Narrhalla Mainburg nachgehakt.

Simone Huber
Interview von Simone Huber, Juli 20, 2020

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Die einen lieben, die anderen hassen ihn: den Fasching. Normalerweise beginnen die Karnevalisten um diese Zeit mit ihrem Training, suchen Kleider aus, designen Faschingsorden und studieren ihr Showprogramm ein. Wie sieht es im Moment damit aus? Steht der Fasching wegen Corona auf dem Spiel?

1 | Hallertau.de: Hallo! Normalerweise beginnt ihr im Mai ja immer mit eurem Training für die neue Saison. Könnt ihr uns verraten, ob es nächstes Jahr einen Fasching geben wird?

Die Faschingssaison 2020/21 ist, so leid es uns auch tut, für uns gelaufen. Wir haben uns die Entscheidung wirklich nicht leicht gemacht. Doch zum Wohle aller Beteiligten ist es besser, die Saison komplett abzusagen. Einen „Corona-Fasching“ wollen wir weder unserem Prinzenpaar noch unseren Besuchern antun. Bevor wir einen 0815-Fasching auf die Beine stellen, lassen wir es lieber.

2 | Wow. Das heißt natürlich keine Inthronisation, keine Faschingsbälle, keine Showtanzfestival und kein Faschingsumzug.

Es wäre einfach zu riskant. Genau genommen ist jede Faschingsveranstaltung ein potentieller „Hotspot“. Trotzdem wollen und werden wir als Narrhalla Mainburg nicht komplett in der Versenkung verschwinden. Unsere bekannten Programmpunkte fallen zwar alle Corona zum Opfer, doch wir werden unsere Präsenz im gesellschaftlichen Leben weiterhin beibehalten, um unsere aktiven Mitglieder bei Laune zu halten und den Teamzusammenhalt auch in „nicht-aktiver“ Zeit zu stärken. Eine Teilnahme am Unsinnigen Donnerstag mit dem Pferderitt durch die Stadt Mainburg können wir uns zum Beispiel durchaus vorstellen.

3 | Warum ist es für viele Vereine – insbesondere Faschingsgesellschaften – im Moment so schwer, zu planen?

Es stehen viel zu viele Fragezeichen im Raum. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens ist unvorhersehbar, niemand weiß dazu, wie die Rechtslage im nächsten Jahr aussehen wird. Wir beginnen unser Tanztraining normal im Mai, jetzt ist es fast August. Das wird einfach viel zu knapp. Wir wissen auch nicht, ob wir die Säle und Bands buchen können, denn eine kurzfristige Absage käme teuer zu stehen. Da trägt man als Verein ein hohes finanzielle Risiko. Durch Corona fällt auch die Zahl der Sponsoren kleiner aus als üblich, weil jeder ums Überleben kämpft. Selbst wenn Großveranstaltungen stattfinden dürften, müsste man von einem Bruchteil der normalen Zuschauerzahl ausgehen. Ganz zu schweigen von der gedrückten Stimmung, die herrscht.

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