3 Fragen an Künstler Ugo Dossi zum Übersinnlichen und Unbewussten

Heute enführen wir euch in die faszinierende Welt des Künstlers Ugo Dossi.

Simone Huber
Interview von Simone Huber, Juli 27, 2020

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Ugo Dossi fasziniert. Nicht nur durch seine Werke. Drei davon gab es jüngst bei der Vernissage „Gazette Art“  im Hopfenmuseum Wolnzach zu bewundern. Dossi hat den Hauch eines Magus. Er verbindet die Materie mit dem Geist, das Grobstoffliche mit dem Feinstofflichen. Denn für ihn steht fest: Das „Unsichtbare“ und „Unterbewusste“ umgibt uns immer und überall.

1 | Hallertau.de: Guten Tag Herr Dossi. Für alle, die Sie nicht kennen: Worin besteht Ihre Kunst?

Jener Ugo Dossi, um den es hier geht, macht Bilder, die erinnern, dass man eine innere Haltung haben kann, mit der man gesund bleibt. Gerade jetzt, wo jeder Angst hat vor dem Krankwerden, ist es wichtig, dass man innerlich heil bleibt. Heil bleiben, heißt „ganz“ bleiben.

2 | Beschäftigt man sich mit Ihrem Schaffen, stolpert man über den Begriff der „Automatischen Zeichnung“. Erklären Sie uns doch näher, was das ist.

Die sogenannten automatischen Zeichnungen, sind Zeichnungen, die aus der inneren Verfassung enstehen, wo nicht das Gehinr der Hand diktieren muss, was sie zeichnen soll. Ich nehme beispielsweise einfach einen Stift und zeichne, was mich innerlich bewegt. Der Verstand greift nicht ein, er bleibt außen vor. Stattdessen übernimmt die Intiution die Führung. Dadurch entstehen die Bilder wie von selbst. Es kommen Dinge aus dem Unterbewussten an die Oberfläche. Das Unterbewusste bestimmt letztlich alles.

3 | Ihre Bilder haben einen Doppelcharakter mit einem Hang zum Paranormalen. Glauben Sie an etwas das außerhalb unserer Vorstellung liegt?

Für mich gibt es da keine strikte Trennung. Das „Paranormale“ ist letztlich das „Normale“ und umgekehrt. Alles, was wir um uns sehen, ist ein Wunder. Diese Zwiespältigkeit, die ich versuche reinzubringen, ist Teil der Arbeit, die meine Bilder leisten sollen. Im Grunde gibt es „die Welt“ an sich nicht. Es ist nur ein Wort, das für jeden Menschen andere Inhalte hat. Je nach dem wie wir sie füllen, wird sie zur eigenen Vorstellung von „Welt“. Es ist das, was du in der Zeit, in der du lebst, erfahren kannst. Eine Verdauung an gesammelten Erfahrungen.

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