3 Fragen an Mare & Miche, Volksmusik-Duo

Tausende Konzerte sind abgesagt, Großveranstaltungen sind nicht in Sicht, und für die Zukunftsplanung fehlen bislang klare Ansagen. Wie geht das bekannte Mainburger Mundartduo "Mare & Miche" damit um?

Simone Huber
Interview von Simone Huber, Juli 6, 2020

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1 | Hallertau.de: Wie schwierig schätzt ihr die derzeitige Lage für Künstler/Musiker ein, die davon leben müssen? Habt ihr eventuell einen Fall aus dem Bekanntenkreis?

Die Lage ist schwierig und immer noch angespannt. Wir kennen einige Künstler aus unserem Freundeskreis, die momentan eine schwere Zeit durchleben. Es ist eigentlich nicht vertretbar, dass z.B. der Ball beim Fußball rollt, aber die Musik bei Livekonzerten verstummt. Leider regiert scheinbar das Geld die Welt. Eine supertolle Idee sind die Alternativen in Form von Auto-Konzerten. Das bringt den Künstler immerhin ein bisschen was ein. Wir hoffen, dass Veranstaltungen bald wieder in einigermaßen gewohnter Weise stattfinden. Auf diesem Weg wünschen wir, dass alle gesund bleiben oder werden. Es gibt eine Zeit nach Corona! Auf gemeinsame Veranstaltungen freuen wir uns schon heute, denn Live ist Live!

2 | Für euch ist das Künstlerdasein zwar kein Hauptgewerbe, habt ihr aber dennoch Sorgen um eure Existenz gehabt? 

Um unsere Existenz hatten wir persönlich keine Sorgen. „Mare & Miche“ ist unser Hobby, das wir sehr gerne ausüben. Wir machen es nicht aus Geldgründen. Es bereitet uns in erster Linie sehr viel Freude, Menschen mit unseren Liedern und Musik zu unterhalten. Wir versuchen, mit unserer fröhlich frech-frischen Art, die Menschen von diversen Alltagssorgen abzulenken und ihnen einfach schöne unbeschwerte Stunden zu schenken. Wir hoffen, dass wir unser Jubiläum im nächsten Jahr nachholen können. Dann feiern wir halt den 16. Geburtstag von Mare & Miche. Wann und wo das sein wird, müssen wir noch planen, da unser aktuelles Stammlokal, die Stadthalle, zum Ende des Jahres 2020 ihre Türen für immer schließen wird.

3 | Besonders eure im 4-Wochen-Rhythmus abgehaltenen Hoagarten haben euch viel Aufmerksamkeit eingebracht. Würdet ihr unter den momentanen Auflagen damit weitermachen?

Momentan befindet sich der „Mainburger Hoagarten“ ohnehin in seiner offiziellen Sommerpause. Wir hoffen, dass es ab September mit der Veranstaltung weitergehen kann. Obwohl die Hoagarten  vom näheren Kontakt zum Publikum leben, werden wir versuchen, trotz der aktuellen Auflagen, den Hoagarten abzuhalten. Die Resonanz hierzu war zu „normalen“ Zeiten bombastisch. Alleine können wir das nicht entscheiden. Hierfür werden wir noch das ein oder andere Gespräch mit den Mietern und Vermietern der Stadthalle tätigen müssen. Die Entscheidung geben wir frühzeitig in der Presse bekannt.

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