3 Fragen an Theresa Hagl, Hallertauer Hopfenkönigin

Lisa Schwarzmüller
Interview von Lisa Schwarzmüller, Februar 17, 2020

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Eigentlich muss man Theresa Hagl nicht weiter vorstellen, denn als Hopfenkönigin ist sie in der ganzen Hallertau bekannt. Seit einem halben Jahr regiert sie nun über das grüne Gold, besuchte schon knapp 80 Veranstaltungen im Namen der Pflanzer. Großartige Events, wie die Wiesn oder das Oktoberfest in Slowenien liegen hinter der Studentin der sozialen Arbeit. Auf weitere Highlights wie die Craft Brewers Conference in Texas darf sie sich in der zweiten Halbzeit ihrer Legislaturperiode noch freuen. Wir haben sie in der vergangenen Woche für ein Mini-Interview getroffen.

1 |Hallertau.de: Theresa, ein halbes Jahr ist deine Wahl jetzt her. Wolltest du als Hopfenkönigin eine besondere Botschaft vermitteln?

Theresa Hagl: Das wichtigste ist für mich, die Faszination am Hopfen rüber zu bringen, diese Freude, aber gleichzeitig auch die Tatsache, dass im Hopfenanbau nicht immer nur alles idyllisch ist, sondern auch viel Arbeit dahinter steckt.

2 | Das Thema Landwirtschaft wird seit Jahren sehr ambivalent gesehen. Die einen vertreten sie, die anderen verteufeln sie. Hast du das Gefühl, dass mittlerweile ein Umdenken stattgefunden hat? Ist man bereit, mehr auf die andere Seite zuzugehen?

Ich glaube das Umdenken hat noch nicht ganz stattgefunden, auch wenn wir uns in einer großen Umbruchphase befinden. Das Problem ist ein allgemeines: Viele Leute reden mit, obwohl ihnen ein Fundament für ihre Meinung fehlt. Sie schnappen irgendwo einen Gesprächsfetzen auf oder lesen einen halben Artikel und denken dann, sie können die gesamte Landwirtschaft über einen Kamm scheren. Wenn man dann aber mit diesen Leuten redet und ihnen die Realität näherbringt, ist die Überraschung manchmal groß. Und dieser Dialog muss einfach weitergeführt werden.

3 | Mit Blick auf die für die Hopfenbauern immer leidigen Themen „Pflanzenschutz und Düngeverordnung“ – was würdest du dir denn für die Hopfen-Branche in den nächsten Jahren wünschen?

Ich würde mir wünschen, dass der Hopfen nicht mit der kompletten Landwirtschaft in einen Topf geworfen wird, sondern dass die Leute sehen, dass er eine Sonderkultur ist. Hopfenanbau funktioniert nicht wie Mais- oder Weizenanbau und hat ganz andere Ansprüche. Man hat andere Herausforderungen zu meistern. Ich hoffe aber natürlich auch, dass der Hype ums Bier bleibt, dass die Menschen sich weiter mit dem Produkt, seinen Inhaltsstoffen und vor allem seinen Ursprüngen befassen.

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