3 Fragen an Christina Berger, Bildungsmanagerin

Michael Urban
Interview von Michael Urban, Oktober 19, 2019

In Pfaffenhofen gibt es ein Bildungsbüro. Es befindet sich im Landratsamt und dort sitzt Christina Berger, deren Hauptaufgaben das Bildungsmanagement und -monitoring sind. Am Unternehmerforum („Nachhaltige Impulse für einen positiven Fußabdruck“, 10.10.19) des Landkreises Pfaffenhofen hat sie den Inklusionspreis 2019 vergeben und uns erzählt, was man als Bildungsmanagerin überhaupt macht und welche Vision sie für die Institution hat, die noch bis März 2021 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert wird.

1 | hallertau.de: Hi, Christina! Du bist Bildungsmanagerin – und hast am Unternehmerforum den Inklusionspreis übergeben. Erzähl uns doch mal ein bißchen davon!

Christina Berger: Die Idee ist 2016 bei der Gründung des Bildungsbüros entstanden. Man wollte den Übergang für Menschen mit Behinderung zwischen Schule und Arbeitswelt erleichtern. Es wurde überlegt, wie man das Bewusstsein bei Arbeitnehmern und -gebern stärken kann, Menschen mit Behinderung zu ermöglichen, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Deswegen dachten wir, ein Preis für Unternehmen, die das bereits leben, wäre eine gute Idee. So soll eine gewisse Vorbildfunktion entstehen. 2019 durfte ich den Preis jetzt selbst zum ersten Mal an Alfred Amenda & Sohn Transport GmbH aus Hohenwart verleihen.

2 | Welche Aufgaben erledigt man eigentlich in einem Bildungsbüro?

In Sachen Management sollen Projekte angeschoben und verstetigt werden, wie zum Beispiel der Inklusionspreis, der jetzt zum zweiten Mal vergeben wurde. Bezüglich des Monitorings muss ich Zahlen rund ums Thema Bildung – zum Beispiel die Schülerzahlen im Landkreis – im Auge behalten, sie recherchieren, sammeln und aufbereiten, so dass auch andere Stellen etwas damit anfangen können.

3 | Was ist deine Vision für deine Arbeit im Bildungsbüro?

Ich würde gerne erreichen, dass das Netzwerk der Bildungsakteure weiter wächst, dass die relevanten Institutionen und Personen voneinander wissen und dass sie einen positiven Effekt bei der Zusammenarbeit erkennen. Zusätzlich möchte ich erreichen, dass sich zum Beispiel Lehrer schulartübergreifend untereinander austauschen. Dass der Übergang zwischen Schule und Beruf optimiert wird. Und dass langfristige Kooperationen entstehen und neue Themen, wie die Digitalisierung in der Bildung, auch erkannt und strategisch angegangen werden.