4 Nachrichten der letzten Woche, die ihr nicht verpasst haben solltet

Mit Infos geflutet? Was ist aus letzter Woche hängen geblieben? Wir haben für euch ein paar Happen aufbereitet, die den Hallertauer interessieren könnten. Und sollten.

Bericht von Alfred Raths, Oktober 29, 2018
Foto: Freiwillige Feuerwehr Reichertshofen
1 | Einbruchsaison: Die Polizei lässt nicht locker

Trotz sinkender Fallzahlen hat bei der Polizei die Bekämpfung der Wohnungseinbruch-Kriminalität weiterhin hohe Priorität. Polizeipräsident Günter Gietl vom Polizeipräsidium Oberbayern Nord erklärte zum gestrigen Tag des Einbruchschutzes: „Durch umfangreiche Maßnahmen konnten wir die Wohnungseinbruchszahlen im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um rund ein Drittel von 1078 auf 731 Fälle senken.“ Auch im laufenden Jahr deute sich ein Rückgang an. „Wir werden auch weiterhin mit intensiven repressiven und präventiven Maßnahmen gegen diese Form der Kriminalität vorgehen, um neben dem objektiven auch das subjektive Sicherheitsgefühl der Bevölkerung zu stärken.“

In den nächsten Wochen werden Polizeibeamte im Bereich des Präsidiums an Wohnungs- und Haustüren klingeln, um das persönliche Gespräch zum Thema Einbruchschutz mit den Bewohnern zu suchen. Junge Beamte der Bereitschaftspolizei Dachau und Eichstätt treten dabei in den Dialog mit den Bürgern und übergeben Informationsbroschüren und Flyer. Kriminellen ist oftmals durch verhaltensorientierte und mechanische Sicherheitsvorkehrungen das Handwerk zu vermiesen. Die Täter scheitern an mechanischen Sicherungseinrichtungen, Alarmanlagen oder werden von wachsamen Bürgern gestört. Hinweise dazu gibt es unter anderem in Internet unter www.k-einbruch.de oder auch www.polizei-beratung.de.

2 | Millionenspenden vom Flughafen

Alljährlich unterstützt die Flughafen München GmbH eine Vielzahl sportlicher, kultureller und sozialer Einrichtungen und Projekte in der Region. In ihrem unlängst erschienenen Sponsoring-Bericht gibt sie Aufschluss über die vielfältigen Kooperationen, die die FMG in den Bereichen Sport, Soziales, Bildung, Kultur und Natur mit Partnern aus der Region pflegt. Wie die aktuelle Ausgabe ausweist, förderte der Münchner Flughafen mit mehreren Millionen Euro im Zeitraum von 2015 bis 2017 jährlich bis zu 750 Projekte unterschiedlichster Art. So profitierten während dieser drei Jahre 290 Sportvereine im gesamten Betreuungsgebiet, das insgesamt 101 Gemeinden umfasst.

Im Bereich der Kulturförderung engagiert sich die FMG für ein breites Spektrum von Einrichtungen und Veranstaltungsreihen, angefangen vom Laientheater über das Jugendkammerorchester bis hin zu dem Gospelchor „Freysing Larks“ oder den Jazztagen Erding. Auch Mittel für Bildungsarbeit werden zur Verfügung gestellt. Das Regionalsponsoring umfasst desweiteren viele soziale Projekte, wie etwa die Ausbildung und Förderung junger geistig oder körperlich behinderter Menschen. Seit 2016 werden auch Projekte des Natur- und Artenschutzes gefördert.  Weitere Infos unter www.munich-airport.de/sponsoringbericht.

3 | Solidaritätsprojekt Bodenallianz gestartet

Das Projekt „Bodenallianz“ zur Förderung naturnaher und ökologischer Landwirtschaft hat kürzlich die Stadt Pfaffenhofen ins Leben gerufen. Mit dem Pilotprojekt sollen Landökosysteme geschützt, wiederhergestellt und deren nachhaltige Nutzung gefördert und der fortsetzenden Bodendegradation und dem Verlust der biologischen Vielfalt ein Ende gesetzt werden. Um konkrete Fortschritte zu erzielen, will die Stadt dafür in den kommenden drei Jahren insgesamt rund eine Million Euro in die Hand nehmen. Der städtische Nachhaltigkeits-Manager Peter Stapel und Projektberater Sepp Amberger hatten das Projekt in der nichtöffentlichen Stadtratssitzung bereits am 13. September vorgestellt. Der Stadtrat beschloss nun dessen Durchführung einstimmig.

Gemeinsam mit den Landwirten soll mit der „Bodenallianz“ in den nächsten Jahren eine Verdreifachung der Öko-Flächen und damit eine nachhaltige Verbesserung erreicht werden. 20 Prozent der landwirtschaftlichen Flächen sollen dann ökologisch und naturnah, somit also auch pestizidfrei bewirtschaftet werden. Die Stadt wendet sich nun an alle Landwirte im Haupt- und Nebenerwerb im Stadtgebiet, um gemeinsam mögliche Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Für das Projektmanagement will die Stadt ein Projektbüro einrichten, das die Landwirte bei der Umstellung auf ökologischen Landbau berät. Außerdem wird Unterstützung bei der Vermarktung der ökologisch angebauten Produkte und der Entwicklung einer eigenen Marke angeboten. Am Freitag, 7. Dezember, wird es von 10 bis 14 Uhr ein erstes Arbeitstreffen geben.

4 | Saubere Arbeit der Reichertshofener Feuerwehrleute 

Alles gegeben haben am vergangenen Freitag 17 Feuerwehrleute der Freiwilligen Feuerwehr Reichertshofen bei der Leistungsprüfung „Technische Hilfeleistung“. Unter der Leitung von Kreisbrandmeister Klaus Reiter und den weiteren Schiedsrichtern Michael Merus von der Freiwilligen Feuerwehr Ober-/Untermettenbach und Markus Holzbauer von der Freiwilligen Feuerwehr Tegernbach traten zwei Gruppen, darunter zwei Feuerwehrfrauen, zur Prüfung an. Neben dem kompletten Aufbau zur technischen Rettung aus einem Fahrzeug waren jedem Teilnehmer auch noch einzelnen Trupp-Aufgaben gestellt worden. Den Floriansjüngern wurde eine „saubere Arbeit und ein reibungsloser Ablauf in der erforderlichen Zeit“ von den drei Schiedsrichtern bestätigt, womit diese Prüfung von allen bestanden wurde. Folgende Stufen wurden in diesem Jahr abgelegt: 1 x Stufe 5 (Goldgrün), 1 x Stufe 4 (Goldblau), 4 x Stufe 3 (Gold), 5 x Stufe 2 (Silber) und 6 x Stufe 1 (Bronze).

Unter anderem gratulierte den frischgebackenen Absolventen auch Reichertshofens Bürgermeister Michael Franken (JWU), der als Beobachter mit dabei war. Bei der Verleihung der Abzeichen dankte Franken den Teilnehmern für ihr Engagement und ganz besonders für den Zeitaufwand der zum üben einer derartigen Leistungsprüfung notwendig ist.