5 Fragen an das Team vom Stadtstrand Mainburg

"Life is a beach" - Dem Motto folgen die Jungs vom FC Mainburg seit acht Jahren mit großen Erfolg und locken mit dem Stadtstrand die urlaubshungrigen Massen nach Mainburg. Müssen wir im Corona-Jahr den Kopf in den Sand stecken?

Simone Huber
Interview von Simone Huber, Juni 8, 2020

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Könnt ihr euch noch erinnern, als 2012 überall bunte Banner und Plakate mit der Aufschrift „Stadtstrand Mainburg“ hingen und keiner so wirklich wusste, was der FC Mainburg da wieder ausheckt? Wer hätte damals gedacht, dass Stadtstrand Mainburg einmal ein nicht mehr weg zu denkendes Megaevent in der Region wird?

Nur mal ein Vergleich: Aus 30 Liegestühlen und 300 Tonnen Sand wurden im Lauf der Jahre 200 Liegestühle und mehr als 500 Tonnen Sand. Wusstet ihr, dass das eigens ernannte „Restart Team“ jeden Tag bereits um 6 Uhr früh antrat und allein in den letzten 8 Jahren circa 4000 Stunden auf- und abgebaut hat, damit der Stadtrand fünf Tage lang sein unvergleichliches Flair entfaltet?

Und nun das: Wegen des bundesweiten Veranstaltungsverbots bis zum 31.8.2020 musste der Stadtstrand Mainburg schweren Herzens abgesagt werden.  Das ist mehr als schade, denn die Crew des FC Mainburg steckte bereits mitten in den Vorbereitungen, als die Nachricht publik wurde. Doch es handelt sich um eine außergewöhnliche Situation, die wir vollends verstehen und mittragen. Aber hey – deswegen müssen wir noch lange nicht den Kopf in den Sand stecken, denn wenn ihr nicht zum Stadtstrand kommen könnt, kommt der Stadtstrand eben zu euch.

Wie das funktioniert, erklären die Veranstalter im Interview.

„Kaum zu glauben, dass unsere Cocktails anfangs aus einer kleinen Holzhütte heraus verkauft und alle Gläser mit der Hand gespült wurden. 2019 haben wir die Prosecco-Bar in Angriff genommen und den gesamten Lugana-Vorrat aller Mainburger Geschäfte leergekauft, weil der Ansturm so groß war.“

Christoph Schlemmer, Organisation und Team Sponsoring

1 | Hallertau.de: Christoph, der Erfolg spricht für sich – 8 Jahre Stadtstrand. Ihr seid mit dem Event in der Holledau, ja dem Landkreis Kelheim, einzigartig. Kannst du die 3 „Glücksfaktoren“ benennen, die dazu geführt haben?

Puh schwierig, da gibt es so vieles. Aber definitiv sind es die entspannten und gut gelaunten Gäste, traumhaftes Wetter und das einmalige Urlaubsflair in der Heimat.

2 | Ihr seid schon in den Planungen gesteckt, da hat euch Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Habt ihr dennoch als Trostpflaster etwas in Petto, auf das man sich 2020 freuen kann?

Logisch! Wenn schon keiner auf den Stadtstrand gehen kann, bringen wir ihn den Leuten eben nach Hause. In dieser Woche von 9. Juni bis 13 Juni veranstalten wir den „Stadtstrand DAHOAM“. Das heißt eine Woche voller Überraschungen und Möglichkeiten für den perfekten Stadtstrand in den eigenen vier Wänden.

3 | Werfen wir einen Blick in Richtung Stadtstrand 2021: Soll etwas anders werden? An welchen Schrauben wollt ihr noch drehen?

Wie jedes Jahr werden wir Dinge verbessern, Neuheiten mit reinnehmen damit der Stadtstrand noch besser, schöner und liebenswerter wird. Die gesamte Crew ist voll „on fire“ und wir können 2021 gar nicht mehr erwarten.

4 | Wie war die Reaktion eurer  Fancommunity als klar war, das Event muss abgesagt werden?

Viele hatten es bereits vermutet, allerdings trotzdem noch gehofft, dass wir den Stadtstrand nicht absagen müssen oder auf August verschieben könnten. Das Verständnis war groß, die Enttäuschung allerdings auch.

5 | Hätte man den Stadtstrand nicht vielleicht doch – wenn auch unter erhöhten Auflagen – durchführen können?

Hierzu ein ganz klares „Nein“! Der Stadtstrand lebt von den vielen Leuten, den tollen Gesprächen, dem Zusammensitzen, der Atmosphäre gemeinsam den Strand in der Stadt zu genießen und dies geht nur ohne Auflagen, Vorschriften etc. Das Wichtigste für uns war und ist die: Gesundheit geht vor.

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