5 News aus 7 Tagen (28.3.)

5 aus 7 - wir bereiten interessante Themen für die Hallertau auf. Diesmal unter anderem: VHS erzielt Topergebnis, Bürgerantrag gegen Kreisel in Pfaffenhofen, Bewerbungsbeginn für Dorfwettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft".

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Bericht von Alfred Raths, März 28, 2019
1 | Schönstes Dorf gesucht

Kelheims Landrat Martin Neumeyer (CSU) ruft dazu auf, sich zum 27. Dorfwettbewerb 2019 bis 2022 „Unser Dorf hat Zukunft“, früher bekannt unter dem Titel „Unser Dorf soll schöner werden“, zu bewerben. Der Wettbewerb lebe vom ehrenamtlichen Engagement und bürgernaher staatlicher Beratung. „Beim Dorfwettbewerb packt man selbst mit an. Der Wettbewerb wird häufig als die größte Bürgerinitiative für den ländlichen Raum bezeichnet und das mit Recht.“ Die Dörfer werden vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Ausgangslage und den individuellen Möglichkeiten in fünf Bereichen bewertet. Es soll dabei deutlich werden, welche Ziele sich die Bevölkerung für ihr Dorf gesetzt hat und was getan wurde, diese Ziele zu erreichen. Besonderer Wert wird auf Maßnahmen der Gemeinschaft und Aktivitäten, die in Eigenleistung erbracht wurden, gelegt. Die teilnehmenden Dörfer erhalten von der Fachjury wichtige Anregungen und Empfehlungen zur Dorfentwicklung.

Teilnahmeberechtigt sind räumlich geschlossene Gemeinden oder Gemeindeteile in Bayern mit vorwiegend dörflichem Charakter mit bis zu 3.000 Einwohnern. Unter können die Ausschreibungsrichtlinien für den aktuellen Wettbewerb im Internet heruntergeladen werden.

2| Preisträger des Jugendkulturpreises stehen fest

Den ersten Platz beim Jugendkulturpreis des Jugendkreistages“ holte sich Poetry-Slammer Philipp Potthast in der Kategorie Literatur. Seit sechs Jahren steht der 1994 geborene Freisinger auf der Bühne, solo und als Teil des Poetry-Duos „Natürlich Blond“. 2017 holte er den dritten Platz im Team-Wettbewerb in Hannover. 2018 war er für den Tassilopreis der Süddeutschen Zeitung nominiert. Regelmäßig nimmt Potthast an deutschsprachigen Meisterschaften teil, zusätzlich organisiert und moderiert er Poetry-Slams im Lindenkeller. In seinen Texten kombiniert er „Einflüsse aus klassischer Lyrik und Rap, aus Theater und Stand-Up-Comedy.

Platz zwei belegt die 15-jährige Marie Huber in der Kategorie Malerei. In ihrer Freizeit zeichnet sie mit viel Ausdauer und Liebe zum Detail kleine Illustrationen. Dieser Leidenschaft entsprechend hat sie an ihrer Schule, der Erzbischöflichen Mädchenrealschule in Erding, den Kunstzweig gewählt.

Ebenfalls auf Platz zwei: Johannes Lesser in der Kategorie Fotografie. Der 21-Jährige fotografiert seit sechs Jahren. Was zunächst als Hobby begann, wurde zum Berufswunsch. Lesser studiert mittlerweile Fotodesign an der Hochschule München. Der Förderpreis fällt in die Kategorie Literatur: Für ihre Fantasy Romane erhält ihn die 16-jährige Stefanie Peisker, die auch bekannt ist für ihre sportlichen Leistungen im Rhönradturnen. Die Preisverleihung ist am Dienstag, 28. Mai um 18.30 Uhr beim Freisinger Uferlos-Festival.

3| VHS Pfaffenhofen mit Rekordergebnis

Die Volkshochschule des Landkreises Pfaffenhofen hat im vergangenen Jahr mit 32.634 Unterrichtseinheiten zu je 45 Minuten ihr bestes Ergebnis bezogen auf die Lehrleistung erzielt. „Damit befindet sich die Volkshochschule bereits seit fünf Jahren im Aufwärtstrend“, berichtete Geschäftsleiter Karl Huber bei der Kuratoriumssitzung kürzlich im Landratsamt. Wie er betonte, stehe die Volkshochschule damit auf Platz 11 der Rangliste der 75 oberbayerischen und auf Platz 37 der 192 bayerischen Volkshochschulen.

1551 Veranstaltungen organisierte die Volkshochschule im Jahr 2018, 74 mehr als im Vorjahr. Die rund 400 Dozenten betreuten 1.440 Kurse und Seminare, 42 Vorträge, 29 Exkursionen 16 Konzerte, Lesungen und Filmkunsttage sowie elf Theaterfahrten und zwei Studienreisen.

Größter Fachbereich sind die Sprachen mit einem Geschäftsanteil von 50 Prozent, gefolgt von der Gesundheitsbildung (26 Prozent) und der Kultur (12 Prozent). Der hohe Anteil der Sprachkurse ist insbesondere bedingt durch die zahlreichen Deutschkurse für Migranten, bei denen die Volkshochschule mittlerweile ein bedeutender Anbieter ist.

4| Ausreisepflichtige können Arbeit aufnehmen

Hartnäckig glauben immer noch viele Bürger, dass besonders in Bayern nicht nur Gefährder und Straftäter, sondern auch besonders viele gut integrierte abgelehnte Asylbewerber schnell abgeschoben werden, heißt es vom CSU-Landtagsabgeordneten Karl Straub. Und ein weiteres Gerücht mache immer noch häufig die Runde: Bayern sei bei der Erteilung von Arbeits- und Beschäftigungserlaubnissen strenger als die anderen Bundesländer. Beiden Gerüchten widerspricht Straub, der im Bayerischen Landtag Mitglied im Petitionsausschuss sowie im Ausschuss für Verfassung und Recht und damit für die asylpolitischen Themen seiner Fraktion zuständig ist.

Auf Betreiben der CSU hin werde mehr Asylbewerbern und Geduldeten das Arbeiten erlaubt. Die örtlichen Ausländerbehörden könnten beispielsweise besondere Integrationsleistungen berücksichtigen. Beispiele für besondere Integrationsleistungen sind gute Schulnoten oder bürgerschaftliches Engagement.

Die Bayerische Staatsregierung greife hier einer auf Bundesebene vorgesehenen Neuregelung über Duldung bei Ausbildung und Beschäftigung vor, die voraussichtlich zum 1. Januar 2020 in Kraft treten soll.

5| Bürgerantrag auf der Zielgeraden

Der CSU-Bürgerantrag gegen den Kreisel in der Hohenwarter Straße in Pfaffenhofen ist auf der Zielgerade. „Wir haben mittlerweile weit mehr als 1.000 Unterschriften gegen den Kreisel gesammelt“, fasst der CSU-Ortsvorsitzende Christian Moser den aktuellen Stand zusammen. „Das ist ein eindeutiges Signal, dass die Verkehrspolitik in Pfaffenhofen in den Augen vieler Pfaffenhofener in die falsche Richtung läuft“, so Moser. Nach Ansicht der CSU werde der Kreisel an dieser Stelle keine Verbesserungen für die Verkehrsprobleme in Pfaffenhofen bringen: „Der Kreisel läuft in unseren Augen unter der Kategorie Aktionismus“. Die nachgebesserten und schon wieder abgebrochenen Schwellen seien in den letzten Tagen sogar lose auf der Straße gelegen. Die von der Stadtratsmehrheit beschlossenen vermeintlichen Verbesserungen werden nach Meinung der CSU daran nichts ändern. „Hier wirft man dem schlechten Geld gutes hinterher“.