5 News aus 7 Tagen (31.1.)

5 aus 7 - wir bereiten interessante Themen für die Hallertau auf. Dieses Mal: Füchse versus Milben, Diesel als Brückentechnologie, neue Asylbewerberzahlen und mehr.

Bericht von Alfred Raths, Januar 31, 2019
Quelle: Unsplash (Mahkeo)
1 | Dieseltechnologie hilft Klimaschutzzielen

Der CSU-Verkehrspolitiker und Bundestagsabgeordnete Florian Oßner hat sich mit rund 70 Schülerinnen der Mädchenrealschule St. Anna in Riedenburg über die politische Arbeit in Berlin und ihre Folgen für die Region ausgetauscht. In der Gesprächsrunde mit den zehnten Klassen ging es vor allem um den Umweltschutz und die Mobilität der Zukunft. Sein Fazit: Die Energiebilanz von Elektroautos ist aktuell noch schlechter als die von sparsamen Dieselfahrzeugen. Darum sollte diese wichtige Brückentechnologie für den Übergang auf die neue Autogeneration nicht verteufelt werden. Die Produktion von Batterien und Carbonkarosserien für Elektroautos seien sehr energieintensiv.

„Der Betrieb von E-Fahrzeugen ist auch nicht CO2-neutral, weil derzeit noch mehr als ein Drittel des deutschen Stroms in Kohlekraftwerken erzeugt wird.“ Außerdem seien die Recyclingmöglichkeiten von Elektromobilen noch nicht abschließend geklärt. „Darum hilft uns die Dieseltechnologie dabei, die deutschen Klimaschutzziele erreichen zu können. Diese Antriebsart wird für eine Übergangsphase bis etwa 2040 sehr wichtig sein“, meint Oßner. Für die Zukunft sieht der Abgeordnete in Autos mit Wasserstoffbrennstoffzelle eine tragende Rolle: „Diese Fahrzeuge können schnell betankt werden. Das ist ein simpler, aber bedeutender Vorteil für den Einsatz im Alltag.“ Allerdings sei der Aufbau von Wasserstofftankstellen derzeit mit hohem finanziellem und technischem Aufwand verbunden.

2 | „Rettet die Bienen!“: Andrang bei Auftakt zum Volksbegehren

Die Eintragungsfrist für das Volksbegehren „Rettet die Bienen“ hat am heutigen Donnerstag begonnen. Im Pfaffenhofener Rathaus war der Andrang schon am frühen Morgen so groß, dass sich nach Mitteilung einer Sprecherin der Stadt gleich eine Warteschlange von prominenten Unterstützern gebildet habe. „Neben den drei Bürgermeistern waren auch Vertreter der ÖDP, der Grünen und der SPD sowie des Bund Naturschutzes mit dabei, und auch Stadtpfarrer Albert Miorin und sein evangelischer Amtskollege George Spanos waren gekommen, um ihre Unterschrift zu leisten.“
Die Eintragungsfrist zum Volksbegehren „Artenvielfalt & Naturschönheit in Bayern“, kurz „Rettet die Bienen!“, läuft in ganz Bayern bis zum 13. Februar.

Das Aktionsbündnis zum Erhalt der bayerischen Artenvielfalt muss etwa eine Million Bürger in Bayern dazu motivieren, sich in ihrem Rathaus für das Volksbegehren einzutragen. Trägerorganisationen sind neben der ÖDP, dem Bündnis 90/Die Grünen und dem Landesbund für Vogelschutz in Bayern auch der Bund Naturschutz, der Landesverband Bayerischer Imker und die Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft. Weitere Informationen zum Volksbegehren findet man unter www.volksbegehren-artenvielfalt.de.

3 | Fuchsräude tritt vermehrt auf

Eine auffällige Häufung von mit Fuchsräude befallenen Füchsen traten unlängst in den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Dachau auf. Es wurden nun auch mehrere Fälle in nur einem Jagdrevier im Landkreis Pfaffenhofen bekannt. „Momentan scheint es so zu sein, dass besonders im Raum Rohrbach die Fuchsräude vermehrt vorkommt. Die Krankheit tritt immer wieder mal auf, das war auch in den vergangenen Jahren schon so“, sagt Martin Braun, Vorsitzender der hiesigen Jägervereinigung.

Bei der Fuchsräude handelt es sich um einen den Veterinärbehörden nicht meldepflichtigen Grabmilbenbefall, der bei Wildtieren häufig zum Tod führt. Durch den Kontakt mit infizierten Tieren kann die Krankheit auf Menschen übertragen werden. Auch Hunde können sich infizieren. Hundehalter sollten ihren Vierbeiner beim Gassi-Gang deshalb an der Leine führen. Die Milben können jedoch an jedem Ort zu finden sein, an dem sich zuvor ein bereits erkranktes Tier aufgehalten hat.

4 | Weniger Asylbewerber

Zum Jahresende 2018 waren insgesamt 809 Asylbewerber in 63 dezentralen Unterkünften über den ganzen Landkreis Pfaffenhofen untergebracht. Zusätzlich befanden sich 288 Personen im Bayerischen Transitzentrum Manching-Ingolstadt in der ehemaligen Max-Immelmann-Kaserne, die vom Sozialamt betreut und dem Landkreis Pfaffenhofen zugerechnet werden. Dazu kamen noch 29 unbegleitete minderjährige Ausländer, die in separaten Wohnungen untergebracht waren. Diese Zahlen gab Sozialamtsleiter Siegfried Emmer bei der Vorstellung seiner Jahresstatistik für 2018 bekannt.

Ende 2017 waren es noch 947 Personen in 66 dezentralen Asylunterkünften, 237 Personen in der Max-Immelmann-Kaserne sowie 60 unbegleitete minderjährige Ausländer. „Der Trend, dass weiter einzelne Unterkünfte im Landkreis geschlossen werden können und sich der Zustrom an Asylbewerbern beruhigt hat, setzte sich in 2018 somit fort“, so Emmer. Trotz dieser Entwicklung sind die Ausgaben des Landkreises zu Lasten des Freistaates Bayern für alle Leistungen im Zusammenhang mit Asylbewerbern wieder gestiegen und betrugen im vergangenen Jahr 6,17 Millionen Euro.

5 | Neubau für Reptilien

Die Reptilien-Auffangstation des gemeinnützigen Vereins „Auffangstation für Reptilien München“ in München ist mit jährlich über 1.200 aufgenommenen und weitervermittelten Tieren Deutschlands größte Auffangstation für exotische Heimtiere – und platzt aus allen Nähten. Deshalb wird ein Neubau in der Gemeinde Neufahrn im Landkreis Freising angepeilt, der vom bayerischen Umweltministerium zunächst mit 765.000 Euro finanziell unterstützt wird. „Die Arbeit des Vereins ist unverzichtbar – auch für die Sicherheits- und Veterinärbehörden“, heißt es aus der Behörde.

Mit über drei Millionen Euro habe der Freistaat in den vergangenen Jahren den laufenden Betrieb der Station unterstützt. Die Zuschüsse für den laufenden Betrieb in Höhe von derzeit 340.000 Euro pro Jahr erhalte der Verein zudem unverändert. Nach Abschluss aller Prüfungen beginnt jetzt die konkrete Planungsphase für das Gebäude. Die Reptilien-Auffangstation ist ursprünglich aus dem Institut für Zoologie der tierärztlichen Fakultät der Ludwig-Maximilians-Universität München hervorgegangen. Die Auffangstation engagiert sich neben dem Tierschutz auch für Ökologie und Artenschutz.