5 News aus 7 Tagen (4.4.)

5 aus 7 - wir bereiten interessante Themen für die Hallertau auf. Diesmal unter anderem: Spektakuläre Verfolgungsjagd auf der Autobahn, Neuwahlen bei der CSU Reichertshofen und die EU-Verkehrspolitik mit ihren Konsequenzen für die Regionalwirtschaft.

Bericht von Alfred Raths, April 4, 2019
1 | CSU Ortsverband Reichertshofen hat neu gewählt

Neu gewählt zum Reichertshofener CSU-Ortsvorsitzenden wurde jüngst einstimmig Maximilian Zängl, dem es als ehemaligen Pressesprecher der CSU-Landesleitung ein besonderes Anliegen sei, dass die Partei im Markt eine verantwortungsvolle Rolle für die örtliche politische Kultur und Verantwortung für die Entwicklung des Orts und der Ortsteile einnehme. „Man kann nach außen hin keine Kraft entfalten, wenn man nach innen nicht geschlossen ist“, betonte Zängl. Es sei für niemanden ein Geheimnis, dass sich der Ortsverband in den letzten Jahren immer mehr auseinandergelebt habe; nun gebe es eine große gemeinsame Motivation, geschlossen neu anzupacken.

Die CSU müsse wieder wahrnehmbarer werden, sich durch intensive Arbeit neue Akzeptanz und  Anerkennung bei den Bürgern verdienen. Kein Mitbewerber habe ein vergleichbares Potential für die örtliche Entwicklung, wie es im Netzwerk der CSU stecke. „Gedanken über Kommunalwahlen oder gar über Kandidatinnen oder Kandidaten für das Bürgermeisteramt haben momentan und in den nächsten Monaten nichts verloren.“ Zängl ist 52 Jahre alt und beim Energieunternehmen Bayernwerk AG als Leiter der Unternehmenskommunikation und Pressesprecher tätig.

Als stellvertretende Ortsvorsitzende wurden die örtliche CSU-Geschäftsführerin Gabi Breitmoser,  Dieter Lindenmeier und Michael Weichselbaumer gewählt; als Beisitzer   Josef Fuchs, Annemarie Haberer, Sven Landwehr, Gerhard Mayer, Martin Reichart, Richard Schöttl und Gerhard Semantke. Die Aufgabe als Schatzmeister übernimmt weiterhin Rudi Repper. Herbert Schreistetter bleibt Schriftführer.

2| Grüne Verkehrspolitik vernichtet regionale Arbeitsplätze

Nur wenige Stunden nachdem die EU neue, noch schärfe Abgasgrenzwerte beschlossen hat, meldet das nächste regionale Autohaus seine Insolvenz. Dies merkte dieser Tage der Freisinger AfD-Bundestagsabgeordnete Johannes Huber an. Nach dem Autohaus Baudisch in Garching und den Autohäusern Straub in Pfaffenhofen und Wolnzach könne nun auch das Autohaus Neufahrn seinen Geschäftsbetrieb nicht länger aufrechterhalten. „40 Mitarbeiter verlieren über Nacht ihre berufliche Existenz!“

Huber sagt: „Die Bundesregierung und mit ihr die ideologischen Grünen zerstören systematisch einen unserer wichtigsten Wirtschaftszweige. Die Automobilindustrie ist nach der Sozialindustrie der zweitwichtigste Arbeitgeber in Deutschland. Wer die Axt an die Autos anlegt, verhindert nicht nur die Mobilität unserer Bürger, sondern vernichtet auch hunderte Arbeitsplätze in unserer Heimat.“

3| Filmreife Verfolgungsjagd

Ein Autorennen lieferte sich am vergangenen Montagabend ein psychisch erkrankter Autofahrer mit der Polizei. Der 22-Jährige aus dem Landkreis Pfaffenhofen war bereits auf der A9 im Bereich Mittelfranken in verkehrsgefährdender Fahrweise in Richtung Ingolstadt unterwegs. Mehrere Fahrzeuge der Verkehrspolizei hatten die Verfolgung des schwarzen Audi aufgenommen. Eine Streife der Verkehrspolizei Ingolstadt versuchte, bei Denkendorf das Fahrzeug anzuhalten. Der Streifenwagen wurde jedoch mit weit über 200 km/h rechts überholt.

Der Audifahrer setzte seine rasante Fahrt bis zur Ausfahrt Ingolstadt Nord fort und flüchtete weiter über die B16a in östlicher Richtung in den Landkreis Pfaffenhofen. Dort stoppte der Fahrer an seiner Wohnung. Aufgrund einer akut vorliegenden psychischen Erkrankung wurde der junge Mann in Polizeigewahrsam genommen und zur Behandlung in ein Krankenhaus eingewiesen. Dabei leistete er erheblichen körperlichen Widerstand und bespuckte die eingesetzten Polizeibeamten. Nach richterlicher Anordnung wurden der Führerschein, als auch das genutzte Fahrzeug beschlagnahmt.

4| Kinder besuchen Ilmtalklinik

Die „Elefanten“-Gruppe aus dem Kindergarten „Arche Noah“ in Pfaffenhofen-Sulzbach war mit insgesamt 23 Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren zu Besuch im Krankenhaus und lernten dort die Notaufnahme, den Operationssaal und andere Bereiche der Ilmtalklinik kennen.  Nach der Patientenaufnahme konnte ein Rettungswagen besichtigen werden, im sogenannten Aufwachraum vor dem OP bekam ihre Erzieherin eine Unterarm-Gipsschiene angelegt, Vitalzeichen der Kinder wurden gemessen und die Kleinen durften ihr Herz mit dem Stethoskop abhören.

„Weil die Aktion so ein großer Erfolg war und den Kindern auf diese Weise auch die Angst vor dem Krankenhaus genommen wird, möchte die Ilmtalklinik auch anderen Kindergärten einen Besuch der Klinik ermöglichen“, so Klinik-Sprecherin Bianca Frömer. Die nächste Führung soll im Juni sein. Kindergärtenkräfte können sich  per E-Mail an  elisabeth.maier@klinikallianz.com  melden.

5| Existenzgründungen im Landkreis weiter auf Talfahrt

Die Existenzgründerzahlen im Landkreis Pfaffenhofen sind 2018 erneut gesunken, teilte unlängst die IHK für München und Oberbayern mit. Insgesamt meldeten im vergangenen Jahr 971 Personen ein Gewerbe an. Das ist ein Minus von 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei den Firmenneugründungen mit 883 Fällen gab es einen Rückgang um 6,3 Prozent. Auf Talfahrt sind die Betriebsübergaben an einen Nachfolger, sie schrumpften um 30,7 Prozent auf 88 Fälle.

Die IHK führt das Gründungstief in erster Linie auf die weiterhin gute Konjunktur zurück: „Der Arbeitsmarkt in der Region bietet nahezu Vollbeschäftigung“, sagt Eduard Kastner, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Pfaffenhofen. Damit sinke das Interesse an einer unternehmerischen Selbstständigkeit, die auch mit Risiken verbunden sei. Gleichzeitig beobachtet die IHK einen Trend zur besseren Vorbereitung einer Gründung, indem verstärkt Angebote wie die Beratungsservices der Kammer genutzt werden. „Gut vorbereitet steigern die Existenzgründer ihre Erfolgsaussichten erheblich“, so Kastner.

Am beliebtesten sind im Landkreis Gründungen im Handel (180 Neugründungen), in den Dienstleistungen (165) und im Baugewerbe (130). Mit 18 Übernahmen kam ein Fünftel der Nachfolgeregelungen im Gastgewerbe zustande. Ebenfalls nachgefragt waren Übernahmen im Baugewerbe (16). Kastner fordert angesichts der mageren Gründerbilanz ein besseres Gründungsklima mit weniger Bürokratie und einfacheren Steuerregeln. „Start-Ups und neue Unternehmen stehen für Innovationen und Dynamik. Sie legen das Fundament für zukünftige wirtschaftliche Erfolge. Auch alteingesessene Betriebe sind im Bestand gefährdet, wenn sich keine Nachfolger finden, die das unternehmerische Risiko übernehmen wollen.