5 News aus 7 Tagen

5 aus 7 - wir bereiten interessante Themen für die Hallertau auf. Diesmal unter anderem: Schüler aus Reichertshofen zu Besuch in der Staatskanzlei, ein Randalierer schreckt Rathausmitarbeiter und Klimaschutz wird auch im Landkreis Pfaffenhofen zum Topthema.

Simone Huber
Bericht von Simone Huber, März 21, 2019
1 | Schulstunde in der Staatskanzlei

Schüler aus allen bayerischen Regierungsbezirke waren unlängst zu Gast in der Bayerischen Staatskanzlei. Aus Oberbayern war die Mittelschule Reichertshofen in der Landeshauptstadt vertreten. Europa- und Medienminister Florian Herrmann (CSU) und weitere Mitglieder des Kabinetts empfingen die insgesamt rund 250 Schüler im Kuppelsaal der Staatskanzlei. Die Begegnung war der Höhepunkt des diesjährigen Informationstags „Lernort Staatsregierung“, einem bundesweit einzigartigen Programm, bei dem sich Schulklassen aller Schularten „live“ über die Arbeit der Staatsregierung informieren.

Das Programm wird seit nunmehr dreißig Jahren von der Bayerischen Landeszentrale für politische Bildungsarbeit durchgeführt. Etwa 170 Schulklassen pro Jahr erhalten einen Tag lang intensive Einblicke in die Regierungsarbeit. Bei Gesprächen zu aktuellen Themen können sich die Schüler ab der neunten Jahrgangsstufe selbst ein Bild machen und Themen ansprechen, die sie bewegen. Neben den Ministerien in München und Nürnberg stehen im Rahmen des „Lernorts Staatsregierung“.

2| Randale im Rathaus

Am vergangenen Montagmorgen rastete ein nigerianischer Asylbewerber im Geisenfelder Rathaus völlig aus und beschädigte dort Teile der Einrichtung. Der 23-jährige Mann wollte sich nach Angaben der Polizei offenbar über die ihm nicht erlaubte Aufnahme einer Beschäftigung beschweren. Während des Gesprächs fing er dann plötzlich an zu randalieren und warf einen Monitor vom Tresen. Beim Verlassen des Gebäudes schlug er mit der Faust noch gegen einen weiteren Monitor und warf zwei von ihm bereits mitgebrachte Steine gegen eine Glastüre.

„Beide Monitore sowie die Glastüre wurden dabei zerstört“, so ein Polizeisprecher. Die Streifenbesatzung traf den Nigerianer vor dem Rathaus sitzend an. Er hatte sich zwischenzeitlich beruhigt. Nun erwartet ihn eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung. Im Geisenfelder Rathaus hat er Hausverbot.

3| Tipps für Motorradfahrer

Für jeden verantwortungsbewussten Motorradfan sei es wichtig, sich mit den speziellen Problemen des Motorradfahrers auseinanderzusetzen, sagt Bernhard Strauß, der Beauftragte für Verkehrssicherheit des Landratsamtes Kelheim, zum Beginn der diesjährigen Saison. Fahrkönnen und körperliche Fitness seien gerade nach längeren Fahrpausen wichtige Grundvoraussetzungen für die Beherrschung des Bikes. Um Gefahrensituationen besser zu meistern, empfiehlt er, an einem Sicherheitstraining für Motorradfahrer teilzunehmen.

Allerdings werden etwa zwei Drittel aller Verkehrsunfälle mit Motorradfahrern von anderen Verkehrsteilnehmern verursacht. Ursachen sind unter anderem, dass Entfernungen und Geschwindigkeiten wegen der schmalen Silhouette des Motorrads unterschätzt werden, Motorräder schneller beschleunigt werden können und schwieriger zu bremsen sind als Autofahrer glauben und vielen der Platzbedarf eines Bikes vor allem in Kurven nicht bewusst ist. Nicht angepasste Geschwindigkeit, Fehler beim Überholen und ungenügender Sicherheitsabstand führen zu nicht beherrschbaren Situationen.

4| Mitfahrbank für Klimaschutz

Die CSU-Kreistagsfraktion der CSU im Landkreis Pfaffenhofen machte jüngst etliche Vorschläge zum regional umzusetzenden Klimaschutz. Hintergrund war der im Gremium gefällte einstimmige Beschluss, dem europäischen Klima-Bündnis beizutreten. Dabei handelt es sich um den Schulterschluss von insgesamt 1.700 Kommunen aus 26 europäischen Ländern, die versuchen, ihren Kohlendioxyd-Ausstoß alle fünf Jahre um zehn Prozent zu reduzieren. Bei der Kreistagssitzung wurde ein Budget in Höhe von 20.000 Euro für das „Jahresaktionsprogramm Klimaschutz“ beschlossen.

Die CSU machte mehrere Vorschläge für schnell umsetzbare Klimaschutzmaßnahmen. Die Fraktion regte etwa eine jährlich stattfindende regionale Grüne Woche an, auf der die Themen Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Jagd, Naturschutz und Ökologie behandelt werden sollen. Landkreiseigene Flächen sollten prioritär als Blühwiesen angelegt werden und ein Blühpatenschafts-Programm wurde angeregt. Die „Mitfahrbank“ sollte nach Meinung der CSU im gesamten Landkreis etabliert werden. Mit Hilfe eines Online-Hofladens könnten Landwirte ihre Produkte einstellen können.

5| Amphibien-Retter gesucht

Die Amphibien wandern wieder. Zahlreiche freiwillige Helfer vom Bund Naturschutz bauen bei Bayerns größte Artenschutzaktion Amphibienzäune auf und helfen damit Fröschen, Kröten, Molchen und Unken über die Straße. Damit retten sie jährlich bis zu 700.000 Amphibien das Leben. Bis zum Ende der Amphibienwanderung – meist Ende April – betreuen die Ehrenamtler bayernweit rund 450 Straßenabschnitte. Noch Mitte dieses Jahrhunderts könnte die Hälfte der europäischen Frosch-, Kröten- und Molcharten ausgerottet sein.

Die Naturschützer suchen noch dringend Helfer, auch beispielsweise im Landkreis Pfaffenhofen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich, nur Freude am Amphibienschutz und eine gewisse Wetterfestigkeit dank geeigneter Kleidung, denn die Amphibien wandern am liebsten bei Regen und Nachttemperaturen von über fünf Grad.