Die lebende Bar

Bar macht Laune. Studentin Aylin hat uns hinter die Kulissen ihres Nebenjobs im Pilspub genommen und lässt uns in Buchstaben für einen Abend ihre Welt dort nachfühlen. Und warum das Pilspub in Pfaffenhofen so ist, wie es ist? Die Antwort verrät ein Interview mit Pächter Elias van Zwol .

Interview von Aylin Rauh, Februar 9, 2019

Die Leute drängen sich an mir vorbei ins PilsPub 14.1, um noch die letzten heiß begehrten Sitzplätze zu ergattern. Andere holen sich noch schnell etwas zu trinken. Die Spannung ist groß, bald geht es los. Laute Stimmen, gute Laune, Gelächter und anregende Gespräche surren mir um die Ohren. Gläser klirren. Oder sind es Flaschen? Egal, es wird angestoßen. Eine Life-Band betritt die Bühne, und will dem Publikum ihr Können zur Schau stellen. Die Hitze steigt, die Stimmung auch. Die Atmosphäre im PilsPub ist wieder einmal gefüllt mit guter Musik und gut gelaunten Gästen. Ich wippe zur Musik hin und her, lege mit meinem Kollegen Chris ein Tänzchen hin. Auch die Menge tanzt und singt.

Das PilsPub 14.1 ist für mich ein zweites Zuhause. Seien es tolle Kollegen, gute Bands oder angenehme Gäste – für mich und viele andere ist eine Bar etwas ganz Besonderes. Egal ob in TelAviv, Kiew, München oder Pfaffenhofen: Bar hat Charme. Ich habe mich mit Pächter und Inhaber Elias van Zwol darüber unterhalten, wie er zu seinem Schmuckstück gekommen ist.

Hallertau.de: Wie kam es dazu, dass Sie die Bar übernahmen?

Elias van Zwol: Ich bekam die Chance durch den Billiard-Verein Pfaffenhofen, die Gastro zu übernehmen und habe dann eineinhalb Jahre die Leitung ehrenamtlich gemacht. Als dann letztendlich ein neuer Pächter gesucht wurde, ergriff ich die Möglichkeit, da sich keiner für den Posten beworben hatte.

Ihr lasst samstags Life-Bands spielen – warum?

Die Idee kam über den Soundkeller. Der musste 2016 leider schließen. Dadurch ergab sich die Chance, das Konzept zu übernehmen.

Dürfen die Bands einfach so im PilsPub spielen oder gibt es dafür ein Bewerbungsverfahren?

Die Bands organisiert hauptsächlich meine Frau Tina. Sie schicken Bewerbungsbögen mit CD`s an uns, die hören wir uns dann an. Wenn die Band uns anspricht, organisiert meine Frau einen Termin. Falls die Konditionen passen, buchen wir sie. Die Bewerbungen laufen relativ gut zurzeit.

Wieviel kostet eine Band für einen Abend?

Die Gagen sind fest ausgemacht und können unterschiedlich ausfallen. Immerhin kommen die zu 90 Prozent durch Spenden rein.

Wie kommen die Bands beim Publikum an?

Wir bekommen von den Gästen sehr direktes Feedback. Oft ist das überwiegend positiv. Natürlich gibt es hin und wieder mal Beschwerden – das gute Recht der Gäste. Schließlich kann jeder seine Kritik bei uns frei und offen äußern.

Welche Art von Bands spielen bei euch?

Die Nachfrage an Rock-Bands ist sehr hoch, da die Bar früher ausschließlich von Rockern etc. besucht worden ist. Auch Country-Bands spielen bei uns oder DJ`s legen auf. Wir versuchen eine gesunde Abwechslung den Gästen zu bieten. Aber trotzdem wird hier überwiegend Rock gespielt.

Wie würden Sie das Publikum beschreiben?

Wir haben eine sehr große Altersgruppe von 18 bis 75. Es handelt sich bei uns um ein gemischtes Publikum, für jeden ist etwas dabei. Egal ob jung oder alt.

Das Interview wurde bezüglich Länge und Lesbarkeit redigiert.

Ein Abend Pilspub? Diese Titel dürfen für Aylin auf keinen Fall fehlen. Wallemähne frisieren und Lederjacke umschnallen: Es wird Zeit für ein paar Classic Rock Hits!