Easter Extravaganza: Die größten Ostereier der Hallertau

Bei diesen Exemplaren hat der Osterhase richtig zu schleppen: Sie wiegen knapp 2 Kilo, entsprechen etwa 25 Hühnereiern. Das Besondere ist, sie stammen aus der Hallertau! Wir sind auf dem Straußenhof Hiereth auf Straußeneier-Suche gegangen!

Martina Weiher
Bericht von Martina Weiher, April 8, 2020

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Wer die Eier der besonderen Art finden will, muss sich in den Süden der Hallertau begeben. Etwa drei Kilometer westlich von Attenkirchen liegt nämlich der Straußenhof Hiereth in Badendorf (hier geht’s zum Feature). Schon bei der Anfahrt zum Hof sieht man die Gehege und die Straußenhennen, die sich rund um den Hof sichtlich wohlfühlen. Als ich in den Hof einfahre, streckt der Straußenhahn Franz Joseph Strauß herausfordernd seinen Kopf in die Höhe, stellt den Schwanz auf und pludert das Gefieder. Schnell wird klar, wer hier der Chef ist. Straußenbesitzer Robert Hiereth erklärt: „Auch ich bräuchte jetzt nicht ins Gehege gehen!“ Nicht wie häufig vermutet, ist der Schnabel das Gefährliche an den riesenhaften Vögeln. Nein, mit der Kraft der Beine kann er auch Menschen in die Knie zwingen.

Ostereiermalen XXL

Ostern ist für Bettina Hiereth eigentlich die schönste Zeit des Jahres. Über 100 Staußeneier liegen bereit, um verziert zu werden. Mit Acrylfarben und Glitzerstaub sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. „Wem das Eierbemalen beim Hühnerei zu friemelig ist, der kann sich auf den großen Straußeneiern ordentlich austoben“, lacht Frau Hiereth. Normalerweise bietet der Straußenhof zu Ostern Kindern, gemeinsam mit ihren Eltern, Großeltern oder Verwandten, Straußeneier zum Bemalen an. Heuer wurde das Event kurzerhand zur „To-Go-Aktion“ für zu Hause umgemünzt. Auch jetzt gibt es im Hofladen noch Straußeneier für 10 Euro. Einfach abholen und zu Hause kreativ werden.

Bild links: Hiereth
Bild: Hiereth

Arbeitsteilung in der Straußenfamilie

Der Hof war bereits zehn Jahre stillgelegt, als er 2003 an Robert und Bettina Hiereth überging. Zwei Jahre später entschlossen sie sich, einen Straußenhof zu gründen. Wie man mitten in der Hallertau auf so eine Idee kommt? Der erste Anstoß kam bei einem Restaurantbesuch in der Nepomok-Stubn in Wolnzach. „Mein Bruder hat festgestellt, dass das Straußenfleisch sehr lecker ist“, erzählt Robert Hiereth. Aus diesem Kommentar konkretisierte sich die Idee immer mehr. Bis im September 2006 dann die ersten zehn Küken einzogen. Mittlerweile haben die Hiereths 34 Vögel. Die älteste Henne ist bereits 15 Jahre alt. In der Straußenfamilie herrscht wahre Arbeitsteilung: Der Hahn baut das Nest, die Henne legt das Ei. Brüten darf dann wieder das Männchen. Nach etwa sechs Wochen schlüpfen die Küken.

Heiß begehrte Produkte

Der größte Vogel der Welt, der Strauß, ist ein wahrer Tausendsassa. Das außergewöhnliche Tier hat vielseitige Qualitäten. Sowohl die beeindruckenden Eier, das als äußerst heilsam geltende und schmackhafte Fleisch aber auch die antistatischen Federn oder das Leder, das sich zu Dekorationszwecken hervorragend eignet, sind heiß begehrt. Ich staune über die große Auswahl und liebevolle Präsentation der Produkte im Hofladen. Dieser Versuchung kann ich nicht widerstehen, auch ich schnappe mir eines der heiß begehrten Rieseneier. Es soll heuer mein Osternest am Küchentisch schmücken. Stolz präsentiere ich zu Hause meine Errungenschaft. Da liegt es nun, das größte Osterei, frisch gelegt in der Hallertau!

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