Echt Bio und mit Sorten für Allergiker

Das ehrlich gelebte, biologische Wirtschaften am Hof der Familie Stöckl in Rohr begeistert. Chef Georg Stöckl verzichtet auf die Verwendung von Spritzmitteln jeder Art. So ist es kein Wunder, dass sein Obst und seine Säfte besonders bei Allergikern beliebt sind.

Bericht von Simone Huber, Oktober 22, 2018
Riesiges Angebot auf 26 Hektar

Seit 1996 ist Georg Stöckl Berater beim Landratsamt Regensburg Berater für Landwirte, die auf biologische Bewirtschaftung und Vermarktung umsteigen möchten. Georg Stöckl hat im Jahr 2000 das Biozertifikat für seinen auf die Vermarktung von Säften, Äpfel, Eiern und Gänsen zugeschnittenen Hof erhalten. Rund 1000 Bäume stehen auf sechs Hektar Eigenland und 20 Hektar auf gepachteten Wiesen, von denen einige im Stadtgebiet Mainburg bei Oberempfenbach liegen. Der dritte Betriebszweig, die Vermarktung von Gänsen, hat sich aus der Idee heraus ergeben, die Streuobstwiesen als Kurzweide für Weidegänse zu nutzen.

„Junges Gras ist besonders energie- und eiweißreich, so spart man sich das Zusatzfutter für die Gänse“, erzählt Georg. Für die Obstwiesen ist der Dung der rund 200 Gänse neben dem Kompost aus Hühnermist, Apfeltrester und den effektiven Mikroorganismen, auf die Frau Stöckl schwört, ein gutes Düngemittel. So kann sich der Familienbetrieb, der vom Sohn übernommen werden wird, in den letzten Jahren über mehr Ertrag und eine bessere Qualität freuen.

Spritzmittel? Nein Danke!

Auf das Mulchen verzichtet Georg Stöckl nach Schweizer Vorbild fast gänzlich. „Um Magerwiesenstandard zu erhalten“, sagt der Bauer.  Er denkt zyklisch: „Das kommt der Insektenwelt zugute“.  Wie überall war in diesem Jahr der Ertrag auch auf dem Stöcklhof überdurchschnittlich gut. „Wir mussten rund 600 Baumstützen aufstellen, um die Bäume vor dem Zusammenbruch zu schützen“, erinnert sich der Familienvater. Konsequent setzt Familie Stöckl auch beim Saft, Most und Federweißen auf beste Qualität: das Obst wird deshalb geradezu penibel sortiert und die Bäume werden nicht geschüttelt, um keine Blätter mit zu saften. Hut ab vor so viel Akribie und nachhaltiger Landwirtschaft!