Eine Wex’l Partie nach Yamaguchi (Teil3)

Vier tapfere Musikanten machten sich auf den Weg, das japanische Volksfest in Yamaguchi zu erobern. Max Schwarzhuber aus Wolnzach berichtet aus seinem Reise-Logbuch. Teil 3/3.

Reportage von Michael Urban, August 20, 2018
Reise-Logbuch von Max Schwarzhuber, Teil 3/3

Teil1 | Teil2

Teil2 der Japan-Reise hat sowohl das Auge als auch den Gaumen verwöhnt. Im Laufschritt ging es durch Wälder, mit einem Führer an die Küste. Wilde Erkundungstrips durch die japanische Speisekarte wurden von einer Tee-Zeremonie unterbrochen. Das Logbuch endet mit den Tagen 8 bis 11.

8. Tag (03.05.)

Immer wieder interessant: ohne Übersetzer Essen gehen. Da die wenigsten hier der englischen Sprache mächtig sind, ist das Bestellen jedes Mal ein Abenteuer. Teilweise haben wir nur über Zeichensprache bestellt. Bekommen haben wir dann zwar nur selten was wir wollten, aber gut war es trotzdem.

Wex’l Partie
  • Ein junges Hofoldinger Musik-Kollektiv
  • Gegründet: 01.01.2018
  • Genre: Volksmusik, traditionelle alpenländische Volksmusik
  • Yamaguchi 2018: Martin Brandl (Bass, Harmonika), Martin Höhendinger (Gitarre), Andreas Hauptenbuchner (Harmonika) und Max Schwarzhuber (Basstrompete)

„Wir haben Kugelfisch und Wal gegessen – beides für mich nicht so da Burner. Bei Abstechern in die kulinarische Welt von Japan konnte man ohne einen Dolmetscher die krassesten und leckersten Sachen alleine über Gestikulieren und Tiergeräusche bestellen.“

Martin Brandl

Wex'l Partie in Yamaguchi

9. Tag (04.05.)

Das Wetter ist herrlich. Schön warm und sonnig. Das Festzelt ist prall gefüllt. Und die Stimmung bestens. Zwischen den Auftritten haben wir immer längere Pausen. So hat es sich bei uns Vieren ergeben, dass wir in fast jeder freien Minute Schafkopfen. Schafkopf-Trainingslager in Japan: wenn wir erst wieder zu Hause sind, können unsere Freunde einpacken.

„Die musikalischen Erwartungen wurden erfüllt und es hat den Gästen, Sponsoren und auch uns einen riesen Spaß gemacht.“

Martin Brandl

10. Tag (05.05.)

Es ist ein bekanntes Klischee, dass sich die Japaner mit der Aussprache des „R“-Lautes schwer tun. Und tatsächlich: abends versuchen wir verzweifelt einer Japanerin beizubringen, dass es „rice“ heißt und nicht „lice“. Oder „wrong“ anstatt „wlong“. Wir scheitern. Dieses Klischee ist tatsächlich wahr.

11. Tag (06.05.)

Früh morgens geht es zum Flughafen. Einerseits schon etwas schade – andererseits sind wir auch froh, wieder nach Hause zu kommen. Wir hatten eine anstrengende aber auch sehr schöne Zeit. Durften viele Leute kennenlernen und haben auch etwas vom Land gesehen. Die Reise endet, wie sie begonnen hat: alle sind sehr müde und sehnen sich nach dem eigenen Bett. Als wir am späten Nachmittag in München landen, ist es das erste Mal, dass es zu Hause wieder schöner ist als im Fernen Osten.

„Was wir mitgenommen haben? Weitblick, Verständnis und Respekt für andere Kulturen. Viele lustige Erlebnisse, tolle Geschichten für Freunde und Familie sowie Sake, Sake-Gläser und eine Minions-Hose.“

Martin Höhendinger