Es gibt noch Blues-Helden?

Bernd Rinser, der sogenannte "Großmeister des Folk und Blues", spielte am Dienstag beim Stilwirt in Wolnzach. Und ließ sich nicht lumpen.

Bericht von Eduard Kastner, Dezember 5, 2018

Bernd Rinser nahm seine Gäste beim Stilwirt am Dienstag mit in die historische Bluesrevolution, die durch den Beat noch bestärkt wurde. Bei Rinser sind dies Trommel und Schelle, die er mit den Füßen bedient, eine kräftige Verstärkung seiner Gitarrensaiten durch die mitgebrachte Anlage, aber dann auch jede Menge persönliche Magie – gespielt auf sechs Gitarren, vielen Mundharmonikas und noch mehr Fingerhoods. Doch Rinser vereint dies alles zu einem Gesamt-Sound, bei dem auch seine Stimme und seine selbstkomponierten Texte nicht fehlen dürfen.

Der Besuch im Stilwirt war gut. Rinser begann schon früh, kurz nach 20:00 Uhr. Um 21:45 Uhr ging er in die Pause und mit ihm viele Gäste. Wer aushielt, erlebte eine fulminante zweite Halbzeit – Rinser, wie er nicht besser sein kann. Seine Persönlichkeit offenbarte sich, garniert mit so manchem Lächeln. Der Solo-Künstler liebt den Stilwirt und sein Publikum. Ein Bayer aus Mespelbrunn kommend, so fern und doch so nah. So könnte auch seine Musik empfunden werden.