Frischer Wind für den Einzelhandel

Nicht nur tatenlos zusehen, sondern Lösungsansätze liefern. Mit ihrem Pioniergeist wollen die 19-jährigen Schwestern Amelie und Imelda Rach aus Mainburg den hiesigen Geschäften auf die Sprünge helfen und dem sich ausbreitenden Leerstand entgegenwirken.

Bericht von Simone Huber, September 12, 2018

Auf der jüngsten Sitzung der Mainburger Werbegemeinschaft haben die Geschwister Rach eine ordentliche Prise Inspiration bei den hiesigen Geschäftsleuten hinterlassen. „Miteinander aufblühen durch Innovation“ – das ist ihre Interpretation des Ortskennzeichens „MAI“, und das wollen sie künftig mithilfe eines erprobten Konzepts zur Bekämpfung des Leerstandes mit Unternehmern und Geschäften vor Ort praktizieren. Mit innovativen Lösungsansätzen hoffen sie, möglichst viele Geschäftsleute auf ihr Hilfsangebot aufmerksam zu machen, das sie in naher Zukunft der Öffentlichkeit vorlegen werden. Für eine Belebung der Mainburger City.

Synergieeffekte nutzen 

„Wenn sich Unternehmen unterstützen und an einem Strang ziehen, können die größten Erfolge entstehen“, sind sich Amelie und Imelda Rach sicher. Die jungen Mainburgerinnen schilderten in einem kurzen Vortrag im Gasthof Seidlbräu, wo in der Hopfenstadt Handlungsbedarf herrscht. Besonders die junge Generation dürfe man durch die vielen Geschäftsschließungen nicht verlieren. Der Vorsitzende der Werbegemeinschaft, Johannes Beck, sagt dazu: „Die Einzelhändler sind froh um Input, um aus der Leerstandsquote von momentan 20 Prozent einen Ausweg zu finden.“

„Wenn man bedenkt, wie viele Geschäfte allein im Verlauf unseres kurzen Lebens schon aufgegeben haben, erschrickt man.“

Imelda Marie Rach

Amelie (links) und ihre Schwester Imelda Marie lieferten den Mainburger Geschäftsleuten wichtige erste Impulse

Liegt das an der Kundschaft, die lieber im Internet bestellt?  Nicht unbedingt, denn bei bestimmten Dingen ist Online-Shopping sinnlos. Wie bei Semmeln und Brot zum Beispiel. Die will man schließlich frisch vom Bäcker. Auswärts einzukaufen ist in ihren Augen angesichts des gut sortierten Warenangebots des örtlichen Einzelhandels „total unnötig“. Die Stammkunden müssen sich wohlfühlen. Damit das gelingt, arbeiten Amelie und Imelda an der Ausarbeitung eines Konzepts, das sie am 17. September im Seidlbräu vorstellen wollen. Sicher keine Patentlösung, aber ein ernstzunehmender Impuls. Man darf gespannt sein!