Gestatten, ihre Majestät Bierkönigin Theresa I.

Sie ist so etwas wie die „kleine Schwester“ der Hopfenkönigin und darf sich auf ein spannendes Jahr als Repräsentantin des Hallertauer Gerstensaftes freuen: Theresa Ecker aus Attenhofen.

Simone Huber
Bericht von Simone Huber, Juli 15, 2019

Mission Bierkönigin

Theresa Ecker schwingt ab sofort das Zepter als 6. Hallertauer Bierkönigin. Am Hopfenfestsonntag trat sie in Mainburg die offizielle Nachfolge von Simone Schwaiger an. „Ich habe schon länger mit dem Amt der Bierkönigin geliebäugelt“, verrät die 21-jährige. Auch Hopfenkönigin wollte sie schon einmal werden. Das hat aus Altersgründen bisher nicht geklappt. Nun versucht es Theresa Ecker erstmal als Hallertauer Bierkönigin. „Ich freue mich schon sehr auf meine Amtszeit und bin gespannt, was mich alles erwartet“, sagt sie.

Zum sechsten Mal wurde am vergangenen Sonntag am Mainburger Hopfenfest die Bierkönigin gewählt. Aus der „Wahl“ wurde aber kurzerhand eine reine Proklamation.  Das Problem des Bewerberinnen Mangels kennt die Hallertau schon von der Hopfenkönign – mit der Bierkönigin ist es nicht anders. Obwohl das Amt im Vorfeld reichlich von der Stadt Mainburg beworben wurde, fand sich nicht mehr als eine Kandidatin.

6000 zurückgelegte Kilometer, 60 Auftritte, 13 Dirndlgewänder und etliche unvergessliche Eindrücke verbuchte diese im zurückliegenden Amtsjahr. „Manchmal war ich bei den Reden so aufgeregt, dass ich mich am liebsten hinter den Musikanten versteckt hätte“, gestand die 20-jährige. Als Königin erhält man viele Einladungen, man ist nahezu jedes Wochenende unterwegs. Hie und da flattern auch mal unangenehme Nachrichten ins Haus.  So erinnert sich Simone an einen „königlichen Schnappschuss“ von ihr im Auto. „Da hams mi hoid dann blitzt!“

Schärpe, Krönchen, Blumen, City-Gutscheine und eine erste Brosche bilden einstweilen das „Startpaket“, mit dem die frischgekürte Bierkönigin Theresa in ihre Regentschaft startet. Ein Jahr lang vertritt sie den Gerstensaft der Hallertau, macht ihn denjenigen schmackhaft, die ihn noch nicht kennen.

Im Gegensatz zu so vielen anderen Produktköniginnen, ist die Bierkönigin eine recht junge Erfindung. Die Hopfenkönigin dagegen wird schon seit 1952 gewählt. Für Mainburgs Vize-Bürgermeisterin Hannelore Langwieser war das ein konsequenter Schritt: „Unsere Region braut hervorragende Biere. Sie sind neben dem Hopfen unser Markenzeichen.“

„Do ham´s mi hoid dann blitzt“

Simone Schwaiger, ehemalige Bierkönigin