Happy Birthday, Rohrbach!

Rohrbach feiert heuer seine 1150-jährige Geschichte. Am vergangenen Samstag war die Auftaktveranstaltung unter großer Publikumsbeteiligung.

Bericht von Alfred Raths, Februar 18, 2019
Viele Jubiläumsveranstaltungen

„Herzlichen Glückwunsch uns allen – vor 1150 Jahren wurde unser Ort erstmalig in einer Schenkungsurkunde der Nonne Peretkund schriftlich erwähnt“, eröffnete Rohrbachs Bürgermeister Peter Keck das mit mehreren Höhepunkten gespickte Festprogramm in der örtlichen Turmberghalle. Übers Jahr hinweg werden noch etliche Künstler auftreten und es wird gefeiert aber auch gespielt. Mit zwei szenischen Historienspielen erwies man aber erstmal Peretkund die Ehre.

Fulminante Eröffnung

Nach den Grußworten von Schirmherr Franz Edler von Koch und Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf gewährte Ortschronist Hermann Schwarzmeier Einblicke in vergangene Zeiten. Eine Big-Band trat zur Unterhaltung an, Vereinsfunktionäre und Sportler wurden geehrt und die Eschelbacher Schäffler führten ihren Tanz auf, ehe eine eindrucksvolle Feuershow den Abend beendete.

Ein bisschen „Rohrbach-Historie“

Die Geschichte der Gemeinde ist zurück­zuführen auf das Jahr 869 n. Chr. In der ältesten Urkunde von Rohrbach anno 869 steht geschrieben: „eine Matrone Christi (Nonne) übergibt dem Bischof von Freising ihren Besitz an „rorpahe“(Rohrbach)“. Die Geschichte der Gemeinde ist aufs Engste verbunden mit einem altbayerischen Adelsgeschlecht, den Herren von Rohrbach, die zu den Ministerialen der wittelsbachischen Herzöge von Bayern gehörten.

Zweitägiges Bürgerfest mit Mittelaltermarkt

Keck stellte in seiner Rede eine Besonderheit heraus: Einmalig dürfte seinen Worten nach sein, dass zwei Gemeinden aus demselben Anlass ihren 1150. Geburtstag feiern. Die Marktgemeinde Pitten in Niederösterreich und Rohrbach. Zählt man beide Geburtstage zusammen, ergibt dies die Zahl 2300 und dies ist nun wahrlich ein Grund zum Feiern. Viele Vereine beteiligen sich im Festjahr mit Veranstaltungen.  Neben Gerhard Polt und den Well-Brüdern kündigte das Ortsoberhaupt unter anderem ein zweitägiges Bürgerfest mit Mittelaltermarkt an. Möglich gemacht habe dies alles die Arbeitsgruppe „1150“ unter Führung des Dritten Bürgermeisters Hans Vachal. Es freue die Organisatoren, für das anlaufende Festjahr möglichst viele Sponsoren zu gewinnen.

„Dies ist wahrlich ein Grund zum Feiern!“

Peter Keck

In Anspielung auf das Jahr 869 sagte Keck: „Eine weitere Schenkung durch unsere Edle Peretkund ist ja leider nicht mehr möglich und so hoffe ich, sehr verehrter Herr Landrat Wolf, lieber Martin, dass wir in Anlehnung an die Zahl 1150 eine Schenkung aus unserer Kreisumlage von 2018 in Höhe von 11,50 Prozent auf einer Urkunde festhalten können. Das seien ja lediglich 333.373,29 Euro. So eine Schenkung wäre was Schönes, aber so was gibt’s heutzutage nicht mehr!“