Hofmeirs Tuba-Stunde

Am Donnerstag wollte Andreas Hofmeir beim Zeidlmaier in Rohrbach dort anknüpfen, wo er vor zwei Jahren bei seinem letzten Auftritt schloss. Doch er entpuppte sich noch mehr als Tuba-Professor, als Vermittler eines Lernstoffs: Die Tuba ist das jüngste Instrument der Kammermsuik (1835) und das vollendeste.

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Bericht von Eduard Kastner, September 30, 2019

Wie in Teil 1 sucht Pianist Alhoff ein privates Quartier, um kosten für den Veranstalter zu sparen und Hofmeir zieht ihn durch den Kakao – ohne ein Quartier zu bekommen. Dabei ist er so ein begnadeter Pianist auf seinem „beschränkten“ E-Piano, spielt auch in der Choreographie, ein vollwertiger Partner. Auch alle Tuba-Stücke blieben „brasilianische Liebeslieder“.  Oder weil man  nicht üben will, aber trotzdem die Biermarken beim Volksfest einheimst. Als Tubist ist man eben der geborene Mitläufer.

„Tubist wird man nicht aus hehren Gründen. Tubist wird man, weil man für ein anspruchsvolles Instrument einfach keinen Ehrgeiz hat.“

Andreas Hofmeir

Viel Show mit wenig Aufwand

Spannung kommt auf, wenn Hofmeir auf Trompete oder Posaune spielt, die er nach eigenen Worten „nicht beherrsche“. Doch keine Sorge: Wenn Hofmair sie in sein Programm aufnimmt, dann kann er sie auch. Der Akzent erinnert an Gerhard Polt. Das Publikum liebt Hofmeir für seine trockene, augenzwinkernde Art. Hofmeir zeigt sich als „Urvieh“, der in seinem Leben nicht nur viel erlebt und gut beobachtet, sondern stets ungewohnte Wege ging. Perfekte Tuba-Stücke braucht es zur Neutralisierung, zur Erdung. Hofmeir lebt inzwischen in Salzburg, wo er eine Tuba-Professur übernommen hat. Seine Klasse ist sicherlich ein wilder Haufen wie der Meister selbst.