Hopfenadel am Rathaustisch

Am Mittwoch gab sich alles, was in Sachen Hopfen in der Hallertau Rang und Namen hat, im Mainburger Rathaus ein Stelldichein. Wie jedes Jahr wurde dort im Beisein von Gastgeber Josef Reiser das scheidende Zweigestirn verabschiedet. Die frisch gekürten Hopfenhoheiten berichteten über bisher Erlebtes und was sie sich für das kommende Jahr erhoffen.

Bericht von Simone Huber, Oktober 14, 2018

Das Jahr verging wie im Flug, da waren sich Theresa Zieglmeier und Katharina Schinagl einig. Die Vorgängerinnen der nun amtierenden Hopfenhoheiten Katharina Maier und Maria Kirzinger sagten beim offiziellen Empfangstermin des neuen Hallertauer Zweigestirns im Mainburger Rathaus noch einmal leise „Servus“. Keine Sekunde ihrer Regentschaft habe das scheidende Duo nach eigenen Worten bereut. Dass Hopfenpflanzerpräsident Adi Schapfl zudem von „seinen Mädels“ spricht, zeugt vom guten und kollegialen Verhältnis, das die Königinnen seit jeher zum Pflanzerverband pflegen. „Sobald wir in Begleitung der Majestäten kommen, treten plötzlich auch wir in Erscheinung“, scherzen Adi Schapfl und Ottmar Weingarten. Da muss auch Josef Reiser lachen. Dieser bekam bei der Gelegenheit von Hopfenbotschafterin Marianne Huber und Hildegard Heindl den Kranz der Hallertauer Siegelgemeinden überreicht, gebunden mit prächtigem Hopfen der Sorte Herkules.

Einmal um den Globus und zurück

Dann plauderten die ehemaligen Queens aus dem Nähkästchen. Was man in einem Jahr als Hopfenkönigin so alles erlebe und dass man ordentlich herumkomme. 120 Termine im In-und Ausland, 15 Volkfestauszüge, unzählige Messebesuche und Höhepunkte am laufenden Band flankierten das Jahr, das hinter Theresa und Katharina liegt. „Wir sind einmal um den Globus gereist“, resümiert die ehemalige Hopfenkönigin Theresa Zieglmeier. Angefangen beim Besuch in Wolnzachs Partnerstadt Poperinge über Slowenien bis nach China und schließlich in die USA. Als „wahnsinnig schön und interessant“ bezeichnen sie die gesammelten Erfahrungen, wobei die Grüne Woche in Berlin zu den persönlichen Highlights der beiden zählt.

„Wir haben keine Sekunde bereut“

Theresa Zieglmeier und Katharina Schingal

Die Hopfenkönigin ist unverzichtbar

Ähnlich ereignisreich verlaufen wird sicher auch das Jahr von Kathi Maier und ihrer Stellvertreterin Maria Kirzinger. Für eine ganze Periode verkörpern sie die „Royals aus dem Hopfenland“ und erlebten schon in der kurzen Zeit seit ihrer Wahl so einiges. „Wir sind glücklich und stolz, dass ihr beiden den Hallertauer Hopfen und damit eine ganze Region vertreten werdet“, sagte Reiser zu den im August gewählten Hopfenköniginnen.  „Eine Hallertau ohne Hopfenkönigin gibt´s einfach nicht“, weiß auch Präsident Adi Schapfl. „Das ist gut für das Produkt und die Region“, so der Pflanzerpräsident weiter. „Das ist alles andere als 08/15 und wird von der Öffentlichkeit als bedeutungsvoll wahrgenommen.“ Die Hopfenkönigin sei nicht nur ein Prestigesymbol für die Hallertau, sie verstärke auch die Identifikation mit ihr. Besonders die Craft-Brewer seien ganz wild auf Autogramme, wenn sie zum ersten Mal einer Hopfenmajestät begegnen.

Voll freudiger Erwartung

Vizekönigin Maria Kirzinger zieht schon jetzt eine positive Bilanz: „Ich hoffe, es geht so weiter wie bisher“. Ins Schwärmen gerät sie, als sie von einem amüsanten Besuch in Slowenien erzählt, wo sie deren Variante des Oktoberfestes – inklusive Bierprobe – kennenlernen durfte. Auf die Frage, worauf sie sich schon besonders freue, antwortet Königin Kathi: „Amerika!“ Zu ihrem bisherigen Highlight zählte der Trachten- und Schützenumzug zur Münchner Wiesn, bei dem sie sich mit der Bierkönigin eine Kutsche teilte. Katharina und Maria freuen sich nun auf ein unvergessliches Jahr. Der nächste große Termin klopft natürlich schon an die Tür: Bald geht es für die Mädels ins Sauerland zum Warsteiner Brauerfest.