Hopfenandrehen – schwarz/weiß

Das Hopfenjahr beginnt. Egal, wie schnell die Welt sich in diesen schwierigen Zeiten zu drehen scheint, es gibt bestimmte Dinge, die zeitlos bleiben. Dazu gehören zweifellos die Fotografien von Dr. Karl-Heinz Rothenberger, der uns in die schwarz-weißen Frühlingswelten des Hopfenanbaus entführt.

Lisa Schwarzmüller
Foto-Reportage von Lisa Schwarzmüller, März 25, 2020

Karl-Heinz Rothenberger fotografiert. Was sich wie eine Banalität anhört, ist Kunst in ungefilterter Form. Nicht jeder könnte in einer Zeit, in der mit immer ausgefuchsteren Handy- und Digitalkameras quasi jedes Motiv schon millionenfach reproduziert wurde, Fotos mit dem Reinheitsgehalt von Dr. Karl-Heinz Rothenberger schießen. Mit seiner analogen Kleinbildkamera ist keine Manipulation des Motivs möglich – was man sieht, ist das, was der hauptberufliche Mediziner durch die Linse im Moment der Entstehung sehen konnte. Keine Manipulation von Sättigung oder Schärfe. Keine Nachbearbeitung. In diesem Fall: Das Hopfenandrehen in der Hallertau in schwarz-weiß.

„Was der Frühling nicht säte, kann der Sommer nicht reifen, der Herbst nicht ernten, der Winter nicht genießen.“

Johann Gottfried Herder

Zum Bild:

Bilder vom Hopfenspargelessen im Gasthof Sixt, Rohr. Am 2.4.16 Jakob Sixt III. zwischen Hopfen- und Bierkönigin mit Tilman Schöberl vom Bayerischen Rundfunk und am 30.3.19 Jakob Sixt III. und Jakob Sixt IV. und Konrad Bogenrieder, der Mentor des Hopfenspargel.