So klingt die Hallertau #1: Im Proberaum mit den IRXN

Die IRNX (altbayerisch für „Kraft“, „Energie“) sind ein Quintett, das Folk rockt. Wir durften zu ihnen ins Studio für unsere Reihe: So klingt die Hallertau.

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Reportage von Harald Regler, April 13, 2018
Wo die Magie ihren Ursprung hat

Es ist die Mischung aus bayerischen Texten gepaart mit Elementen der Rockmusik und den keltischen Einflüssen, die einen immer wieder packt und nicht mehr loslässt – einfach eine moderne Art, das bayerische Lebensgefühl zu transportieren.

Wie aber entsteht diese Magie, dieser Sound? Vor kurzem haben mir Trixi, Bernie, Peter, Axel und Reinhold einen Einblick in ihr „Allerheiligstes“, den Probenraum, gewährt. Er ist vergleichbar mit dem Notizblock eines Journalisten. Viele wollen einen Blick erhaschen, nur wenigen ist dies vergönnt – entsprechend groß war auch meine Nervosität auf dem Weg nach München. „Schatten hinter dir“, „Maiaufstand“ und „Hias“ stimmen mich auf die kommenden zwei Stunden ein.

„Bislang haben wir noch niemanden in unseren Probenraum gelassen.“

Bernie Maisberger

Die IRXN

  • Der Begriff „IRXN“ ist altbayrisch und bedeutet Kraft und Energie.
  • Die Band wurde 2006 gegründet.
  • IRXN spielt Folk- und Rockmusik.
  • Mitglieder:
    Berni, Reinhold, Peter, Trixi, Axel

Fast unscheinbar wirkt das Gebäude mitten in einem Industriegebiet. „Hier entsteht er also, der IRXN-Sound“. Irgendwie hab‘ ich mir das anders, bayerischer vorgestellt, verklärte Backstage-Romantik spukt durch den Hinterkopf. Denn wir befinden uns in einem kleinen Proberaum im Keller. Voll mit Instrumenten, Verstärkern und Mikros – hier werden die Songs entwickelt. „Bislang haben wir noch niemanden in unseren Probenraum gelassen“, erklärt Sänger Bernie Maisberger. Und schnell versteh‘ ich auch warum. Immer wieder spielen sie nur das Intro. „Das klingt noch nicht“, sagt Reinhold und Drummer Axel pflichtet ihm bei. Noch einmal. Takt für Takt, Strophe für Strophe arbeiten sich die fünf Musiker durch die Stücke. „Oft geht es nur um Nuancen, um eine andere Betonung“, erklärt Axel. „Es ist immer wieder eine Herausforderung an den Rhythmus“, fügt er an.

Persönlich hör‘ ich die Unterschiede kaum, für mich steht der Sound, das Gefühl, oder anders formuliert, einfach ihre Musik im Vordergrund. Und die ist im Probenraum noch greifbarer und noch authentischer als in der kleinen Gaststube beim Wolnzacher Stilwirt. Dabei gewähren mir die Folk-Rocker auch einen Einblick in die neuen Stücke. „Im Herbst wollen wir fürs neue Album ins Studio“, so Bernie. Gerade aus diesem Grund sind die Proben derzeit auch etwas intensiver. Dass es aber wieder eine Scheibe wird, die sich hören lassen kann, das zeigen schon die ersten Eindrücke.