Je steiniger der Weg, desto wertvoller das Ziel

Mit großen Schritten geht es für Maximilian Schwarzhuber in die Selbständigkeit - und Richtung seiner nächsten großen Ziele. Am 9.1. konnten wir ihm im Wolnzacher Hopfenmuseum beim Vortrag "Alles ist möglich" zuhören und ihm dazu ein paar Fragen stellen.

Lisa Schwarzmüller
Interview von Lisa Schwarzmüller, Januar 11, 2019

Eine Lähmung, Mobbing, eine Amputation beider Unterschenkel. Was vielen Menschen das Herz bis zum Hals schlagen lässt, soll Maximilian Schwarzhuber dieses Jahr auf den Gipfel der Zugspitze und von München bis Venedig über die Alpen tragen. Mit seinem Vortrag „Alles ist möglich“ – einem Impuls, sein Leben in die eigenen Hände zu nehmen – füllte er gestern den Veranstaltungssaal des Hopfenmuseums und erntete für seine Gedanken, Anregungen und seinen Mut Standing Ovations von einem begeistertem Wolnzacher Publikum.

Zum fünften Mal ging es für ihn damit schon auf die Bühne, in seiner Heimat erwartete ihn mit rund 140 Teilnehmern jedoch das bisher größte Publikum. Und das, obwohl es mitunter um unangenehme Themen ging: Katastrophen, Fehler, Rückschläge und Angst. Die Werkzeuge, mit deren Hilfe man diese Dinge für sich nutzt statt in Lethargie und Überforderung zu kapitulieren, legte Maximilian Schwarzhuber seinem Publikum mit dem richtigen Umgang mit Glaubens- und Vorsätzen (sprich seiner „eigenen Realität“), Anekdoten und Lektionen aus seinem Leben, Reflexionsübungen über ein Erfolgsjournal und spitzbübischem Charme in die Hände.

Die ersten Schritte seines Weges in die Selbständigkeit als Blogger, Seminarleiter und nun auch Referenten hat er für uns im Interview nochmal nachgezeichnet.

Hallertau.de: Maxi, wann hast du deinen ersten Vortrag gehalten?

Maximilian Schwarzhuber: Meinen ersten echten Vortrag habe ich vergangenen November gehalten. Eine Freundin von mir ist Lehrerin an einer Sonderschule. Sie hat mich gefragt, ob ich nicht mal vorbei schauen möchte. Ich habe damals mit einem schwierigen Publikum gerechnet und hab‘ mir wahnsinnig viele Gedanken gemacht. Am Ende waren die knapp 60 Kinder und Erwachsene mucksmäuschenstill, weil sie so interessiert waren. Und die haben wirklich interessante Fragen gestellt – für mich ein super Einstieg.

Du sprichst in deinem Vortrag über Angst. Hattest du denn selber Lampenfieber, bevor es auf die Bühne ging? Was hast du dagegen getan?

Lampenfieber ist immer mit dabei – mal mehr, mal weniger. Die absolute Wunderwaffe dagegen ist und bleibt eine gute Vorbereitung. Trotz möglicher Hänger findet man dann immer noch zurück. Gestern habe ich mich kurz davor zurückgezogen und mich mit sogenannten „Power-Poses“ gestärkt. Am Tag selber meditiere ich auch noch. Und als Musiker stehe ich ohnehin oft auf der Bühne, das fällt einem dann schon ein bisschen leichter. Aber ganz ohne geht es nicht – eine tolle Sache, weil man daran merkt, wie groß der Schritt ist, den man gerade wagt.

Über welche Reaktionen aus deinem Publikum freust du dich besonders?

Wenn ich bei den Leuten durch meine Geschichten etwas auslöse und sie Spaß haben und lachen – das freut mich besonders. Viele kommen danach mit ihren eigenen Problemen auf mich zu. Gestern hat mich eine Dame, die mit ihrer Knieprothese kämpft, um Rat gefragt. Ich hatte ihr da einiges zu erzählen, von Empfehlungen für Ärzte bis hin zur persönlichen Einstellung. Es erfüllt mich, wenn ich weiterhelfen kann.

Du stehst ja gerade am Anfang deiner Rednerkarriere. Wo soll es für dich noch hingehen?

Ich biete Vorträge in Schulen, Organisationen und Unternehmen an. Mein Vortrag im Hopfenmuseum war allgemein gehalten, weil ich wusste, dass es ein gemischtes Publikum ist. Bei anderen Gelegenheiten möchte ich näher auf meine Zuhörer eingehen können. In einer Schule muss ich anders agieren als in einer Firma. Außerdem würde ich gerne Seminare anbieten, wo ich thematisch mehr in die Tiefe gehen kann.

Zum Abschluss: Wenn du mit einem Menschen deiner Wahl eine Tasse Kaffee trinken könntest, wer wäre das?

Es gibt einige Menschen, die mich inspirieren. Aber an erster Stelle steht wahrscheinlich Bodo Schäfer. Er vereint einen finanziellen Kontext mit dem der Persönlichkeitsentwicklung. Das macht ihn authentisch. Ich werde ihn auch noch dieses Jahr kennenlernen. Und mit Elon Musk wäre es bestimmt nett, weil er schon so viel geschafft hat.