Der Regenmacher

Teds Kolumne von Eduard Kastner, April 30, 2019

Die Landwirtschaft und die Wälder Bayerns leider unter der Trockenheit. Über Wochen hat es kaum geregnet, wobei sommerliche Temperaturen einkehrten. Den Pflanzen fehlt das Wasser zum Wachstum. Im April herrscht höchste Waldbrandgefahr. Als dann letzten Freitag die Kälte zurück kam und dicke Wolken über Bayern zogen, blieb der erhoffte starke Regen aus. Die wenigen Tropfen schafften es nicht bis zu den Wurzeln. Andernorts in Deutschland schüttete der Himmel mehr aus. Doch das nützt uns vor Ort nichts.

Für künstliche Bewässerung über Monate reichen die Wasserreserven in Bayern nicht. Die schon mehrmals angedachte „Zisternen“-Lösung für den Hopfenbau, die Speicherung von Regengüssen im Frühjahr als Wasservorrat für die kritischen Monate Juli und August, kann auch nicht greifen, wenn die starken Regenfälle im Frühjahr ausbleiben. Das war bisher nicht vorstellbar. Bei diesen dicken Wolken muss es doch endlich genügend regnen. Im Winter kam es doch auch zu Rekordschneefällen. Aber von ihnen konnte der Boden wenig profitieren.

Eine Kolumne von Eduard „Ted“ Kastner, Vorstand der Kastner AG – Das Medienhaus.

Professionelle Regenmacher

So kommen professionelle Regenmacher ins Spiel wie z.B. die Firma Weathertec von Dr. Helmut Fluhrer. Die Schweizer haben auch in Deutschland eine Niederlassung, in Egmating. Dr. Fluhrer arbeitet an einem Ionisierungskonzept seit 15 Jahren. Er schafft künstlich Ionen in der Atmosphäre wie sie normalerweise die Sonne erzeugt. Diese Ionen veranlassen Wolken zum Abregnen. Dazu sind mehrere pilzförmige Masten nötig, die die Ionen abgeben, vergleichbar mit Funkantennen. Eine Anlage mit ca. 10 solcher Masten deckt ein Gebiet von 10.000 km² ab.

 

Unlängst ließ Weathertec Regen über Jordanien kommen. Die Wüste ergrünte. In Gebieten mit kaum Regenfällen steigt der Zugewinn an Regen schnell auf 800 Prozent. Versuche verliefen auch in den Golfregionen positiv. Weathertec erhielt nun Anerkennung selbst vom Vatikan. Als Berater dient kein weniger als Prof. Peter Wilderer, der 2003 inoffiziellen Wassernobelpreis erhielt. Der emeritierte Professor der Technischen Universität München sieht keine gesundheitlichen Probleme durch die Ionisierung oder sonstige negativen Nebenwirkungen.

Eine Chance für den Hopfen

Die Hallertau braucht diese Erfindung Dr. Fluhrers dringend. Auch jetzt schon. Die Investitionskosten liegen viel niedriger als alle übrigen Maßnahmen künstlicher Bewässerung im Hopfenbau. Es sollte also umgehend in Egmating angerufen werden, um für die Hallertau eine Anlage aufbauen zu lassen. Es wird ein Sturm auf dieses Verfahren einsetzen mit Wartezeiten. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.