Kraft Gesetz „eins“

Mit der „neuen“ Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG startet eine bedeutende bayerische Genossenschaftsbank in unserer Region. Die juristische Eintragung ins Register erfolgte bereits am 15. Oktober. Die technische – und damit endgültige - Fusion erfolgt am 10. November.

Bericht von Simone Huber, Oktober 19, 2018

Ein echtes Schwergewicht

Mit einem gesamten Anlage- und Kreditvolumen in Höhe von 8 Mrd. Euro gehört die Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte eG zu den bedeutendsten Kreditinstituten in der Region. In ihrem Geschäftsgebiet unterhält sie 51 Filialen und 14 SB-Stellen. Das Filialnetz erstreckt sich von Weißenburg im Norden bis Moosburg im Süden sowie Pappenheim bis Rottenburg a.d. Laaber in der West-Ost Achse.

Richard Riedmaier, Vorstandsvorsitzender der bisherigen wie „neuen“ VR Bayern Mitte, blickt nach vorn: Niedrigzinsphase, Regulatorik, Digitalisierung, „all diese Herausforderungen können wir als größere Bank deutlich besser bewältigen“, sagt Riedmaier zuversichtlich.

Ressortverteilung in der Führungsriege

Unternehmenssitz der neuen Volksbank Raiffeisenbank Bayern Mitte wird Ingolstadt sein. Dort wird auch die Geschäftsleitung künftig ihren Sitz haben. Pfaffenhofen wird als Niederlassung ein weiterer Hauptstützpunkt. Eine leichte Anpassung der Beschäftigtenzahl wird zwar nicht ausbleiben, betriebsbedingte Kündigungen jedoch wird es keine geben. Auch personell profitiert man vom Erfahrungsschatz der Führungsriege. Vorstandsmitglied Andreas Streb: „Das neue Vorstandsgremium vereint viel Erfahrung aus beiden Banken. Die Vorstandschaft um den Vorstandsvorsitzenden Richard Riedmaier sowie die Mitglieder Wolfgang Gebhard und Franz Mirbeth wird komplettiert um die Vorstände der Hallertauer Volksbank, Andreas Streb und Thomas Lange. Vervollständigt wird die Geschäftsleitung mit Helmut Kundinger.

Was ändert sich für die Kunden?

Ein nächster wichtiger Schritt ist die so genannte „Technische Fusion“ am 10. November 2018. Dann werden die Bestände von 160 Tausend Kunden zusammengeführt. Das Rechenzentrum legt dann den Schalter um und die Rechenwerke beider Banken werden eins. Vorstandsmitglied Thomas Lange weist ausdrücklich darauf hin, dass sich am Zahlungsverkehr bis dahin nichts ändert. Es gelten die gewohnten BLZs und Kontonummern.

Nachdem die Bankleitzahl Teil der IBAN ist, wird sich die IBANs der Kunden der bisherigen Hallertauer Volksbank ändern. „Wir arbeiten mit Hochdruck auf den Montag nach der technischen Fusion hin“, betont Thomas Lange. Die Kunden, die von Änderungen betroffen sind, erhalten rechtzeitig eine individuelle Nachricht. Am Tag der Umstellung, also am 9. November bleiben alle Filialen der Hallertauer Volksbank eG geschlossen. Die Kunden sollten sich also vor dem Fusionswochenende mit genügend Bargeld eindecken. Ab Montagfrüh, den 12. November, muss alles wieder funktionieren.

Jetzt beginnt die „heiße“ Phase der technischen Fusion. „Insgesamt liegen wir mit den Projektarbeiten im grünen Bereich“, sagt Vorstandsmitglied Franz Mirbeth. Dieser Zwischenstand ist aufgrund der engen Zeitplanung nicht selbstverständlich. Es begegnen sich zwei Banken auf Augenhöhe, niemand wird von dem jeweils anderen „geschluckt“. Das findet auch Franz Mirbeth: „Die gemeinsamen Entscheidungen waren geprägt von gegenseitigem Respekt, Offenheit und hoher Sachlichkeit“.