Manchings erster Poetry Slam im wunderschönen krm

Die SPD lud ins kelten römer museum ein, ein Poetry Slam musste in Manching sein. Kevin Reichelt machte den „Pausenclown“, viele Erstlinge kamen zum Poesie anschauen. Ob gereimt oder auch nicht, fallen auch der Redaktion nur noch Reime aus dem Gesicht. Drum sei es drum, wir slammen gleich mit, denn im Reimen sind wir eigentlich fit.

Lisa Schwarzmüller
Bericht von Lisa Schwarzmüller, Dezember 6, 2019

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Man linste noch vor 5, 10 Jahren
ganz mittellos und angetan
schmachtend nur nach Ingolstadt
zu sehen, wer Talente hat.

Denn bekannt war Manching nicht
für Geschichtenschreiber mit Schmachtgedicht.
Viel mehr für kluge Archäologen,
die Furchen durch die Böden zogen.

„So haltet ein, das kann nicht sein!“
Fiel’s der SPD dann ein.
„Ein Dichterwettstreit, der muss her!
Mit Reimen, ist das denn so schwer?“

So fand man nebst den Keltenschätzen,
heuer in gekonnten Sätzen
und Reimen höchster Fertigkeit
bei kollegialem Dichterstreit,
in Manching nahe Ingolstadts,
so manchen Literatenschatz.

Was der Abend nun so brachte?
Wer das Ding in Manching machte?
Die Dichter selbst haben wir gefragt,
und die haben’s sogleich gesagt:

„Zu Ende ist zur vollen Stund der Abend, ach so spät.
Doch ist das trotzdem noch kein Grund,
dass ich der SPD beitret.“

(Korbinian Schmid, Exil-Gerolsbacher, der sich einen Seitenhieb auf die Veranstalter nicht verkneifen wollte)

„Poetry Slam in Manching für Jung und Alt
mit Euphorie und Empathie!
‚Wie war der Abend?‘, wird gefragt.
Es gewann ein Steven und moderierte ein Kevin – 
damit ist alles gesagt.“

(Maximilian Schulle, Erlanger, übt gern auf Bühnen sein Französisch)

„Noch nie gab’s nen Slam in Manching,
eigentlich ein ziemliches Unding.
Doch Steven kam, sah und siegte
im römer kelten museum bekriegte
die andern Poeten am Mikrofon
für weniger noch als den Mindestlohn.
Doch uns macht das sehr viel Spaß,
vor allem, wenn man den Lohn in Freibier maß.“

(Enora le Corre, Nürnbergerin mit lyrischem Hang zur Freibierlätschn)

„In nur vier Zeilen was zu sagen,
erscheint zwar leicht, doch es ist schwer!
Man braucht ja nur mal nachzuschlagen:
die meisten Dichter brauchten mehr…“

(Steven, Erlanger, zitiert als Sieger des Abends berechtigterweise Heinz Erhardt statt auf sein anachronistisches Märchen aus dem Bereich der Thermodynamik noch einen drauf zu setzen)

Special thanks to Thomas „Physicus“ Koch. #itsalwayspoetember

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