Unsere 5 News aus 7 Tagen (07.03.)

5 aus 7 - wir bereiten interessante Themen für die Hallertau auf. Diesmal unter anderem: Künstler aus der Hallertau sind gefragt, eine neue Zeckenart erobert die heimische Flur und Wiesenbrüter brauchen jetzt besonderen Schutz.

Bericht von Alfred Raths, März 7, 2019
Quelle: Pixabay
1 | Blühstreifen reichen fast um den Erdball

Bei der Aktion „Bayern blüht auf“ werden auch in diesem Jahr wieder viele Blühstreifen entstehen.  Landwirte schaffen damit wertvollen Lebensraum für Bienen, Insekten und Wildtiere. Um dieses Engagement weiter auszubauen, bieten inzwischen mehr als hundert landwirtschaftliche Betriebe bayernweit Blühpatenschaften an. Interessierte können sich mit einem bestimmten Euro-Betrag je Quadratmeter engagieren. Der Landwirt verpflichtet sich im Gegenzug dazu, auf einer vereinbarten Fläche eine geeignete Blühmischung auszubringen, diese Fläche ein oder mehrere Jahre nicht anderweitig zu nutzen und den ganzen organisatorischen Aufwand zu tragen.

Eine Übersicht von Anbietern und weitere Informationen gibt es unter www.BayerischerBauernVerband.de/Bluehpatenschaft im Internet. Im vergangenen Jahr sind alleine über die Bayerischen Agrarumweltprogramme auf mehr als 15.400 Hektar Blühstreifen entstanden. Bei einer Breite von vier Metern entspricht das einer Länge von insgesamt 38.625 Kilometern – also einem Blühstreifen, der fast einmal rund um Erdball reicht.

2 | Neue Zeckenart auf dem Vormarsch

Sie ist doppelt bis dreimal so groß wie ihre europäischen Verwandten und hat auffällig geringelte Beine – gemeint ist die tropischen Hyalomma-Zecke. Im vergangenen Jahr vermeldete Professorin Ute Mackenstedt von der Universität Hohenheim in Stuttgart die ersten Funde in Deutschland. Ursprünglich stammt die Art aus Afrika, Asien und Südeuropa. „Der Klimawandel scheint es der Hyalomma Zecke zu erlauben, auch dauerhaft in Deutschland Fuß zu fassen“, erklärt Mackenstedt.

Im Jagdverhalten der Zecke unterscheidet sich die neue Art von ihren europäischen Verwandten: Letztere klettern an Gräsern, Kräutern und Büschen in die Höhe, wo sie sich von Wildtieren und Wanderern abstreifen lassen. „Die Hyalomma-Zecke jagt dagegen aktiv: Sie erkennt Warmblüter auf Distanzen von bis zu zehn Metern und kann sie über mehrere 100 Meter verfolgen.“

Vor allem Reiter sollten beim täglichen Striegeln ihrer Tiere aufmerksam sein, da die Hyalomma-Zecke gerne große Säugetiere befällt. Festgebissene Zecken am besten mit Zeckenzange, Zeckenkarte oder Pinzette entfernen und in kleinen, fest verschlossenen Containern senden an die Universität Hohenheim, Prof. Ute Mackenstedt, Fachgebiet für Parasitologie, Emil-Wolff-Straße 34, 70599 Stuttgart.

3 | Zuwachs im Umweltpakt Bayern

Die „Die Unkraut Meister“ aus Pfaffenhofen und die „Hygiene Company“ aus Wolnzach nehmen fortan am Umweltpakt Bayern teil. Pfaffenhofens Landrat Martin Wolf (CSU) überreichte kürzlich die entsprechenden Urkunden an die Vertreter der beiden Firmen. Wolf dankte den Unternehmen für ihren Beitrag zum Erhalt der natürlichen Ressourcen: „Ihr Engagement unterstützt unseren Politikansatz ‚Freiwilligkeit vor Ordnungspolitik.“ Auf umweltschonende Weise und völlig chemiefrei Unkraut zu entfernen haben sich „Die Unkraut Meister“ zur Aufgabe gemacht, die „Hygiene Company“ arbeitet als Reinigungsfirma mit umweltfreundlichen Reinigungsmitteln.

Im Rahmen des von der Staatsregierung sowie der bayerischen Wirtschaft abgeschlossenen Umweltpakts haben sich die zwei Unternehmen zu einer qualifizierten, freiwilligen Umweltleistung verpflichtet und wurden vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz als Teilnehmer bestätigt.

4 | Hallertauer Künstler gesucht

Die Ausstellung „Hallertauer Künstler“ hat Tradition. Auch heuer lädt die Stadt Pfaffenhofen wieder alle Künstler aus der ganzen Region zur Teilnahme ein.  Neu ist in diesem Jahr, dass die Ausstellung keine Themenvorgabe hat. Das gibt den teilnehmenden Künstlern mehr Freiheit und bietet ihnen die Möglichkeit, ihre besten Arbeiten der vergangenen Jahre einzureichen.

Neu ist außerdem, dass die Auswahl der zur Ausstellung zugelassenen Arbeiten über eine Jurierung eingereichter Fotografien der Kunstwerke erfolgt. Jeder Künstler, der sich an der Ausstellung beteiligen möchte, kann zwei Arbeiten einreichen. Einlieferungstermin ist der 6. Mai. Alle weiteren Informationen sowie die Ausschreibungsdetails und das Einreichungsformular finden Interessierte auf der städtischen Internetseite unter der Adresse www.pfaffenhofen.de/hallertauerkuenstler.

Die Gruppenausstellung der Hallertauer Künstler wird wieder Teil des Pfaffenhofener Kultursommers und ist in der Zeit vom 16. Juni bis 14. Juli in der Städtischen Galerie im Haus der Begegnung zu sehen. Die Vernissage findet am Samstag, 15. Juni um 19.30 Uhr statt.

5 | Appell zum Schutz der Wiesenbrüter

In den Landkreisen Kelheim, Pfaffenhofen aber auch Freising kann man sie noch vereinzelt antreffen: Großer Brachvogel, Bekassine, Kiebitz, oder Braunkehlchen – selten gewordene und auf Wiesen brütende Vogelarten.

Wichtige Brutgebiete für diese Tiere liegen etwa im Paar- oder auch Abenstal und seinen Seitentälern sowie im Tal der Großen Laber. Anlässlich der Rückkehr der Vögel aus den Winterquartieren weist jetzt die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Kelheim darauf hin, dass es verboten ist, die selten gewordenen Tiere während der Brut- und Aufzuchtzeit, die von Mitte März bis Ende August reicht, zu stören. In diesem Zeitraum ist die Bevölkerung aufgefordert, die Gebiete ausschließlich auf den vorhandenen Wegen zu nutzen und Hunde unbedingt anzuleinen. Das Wegegebot ist bei allen Freizeitaktivitäten, und damit auch bei Touren mit Quads, Mountainbikes oder Motocross-Maschinen zu beachten.