5 News aus 7 Tagen (14.2.)

5 aus 7 – wir bereiten interessante Themen für die Hallertau auf. Diesmal unter anderem: Ein Überfall, der Manchinger PFC-Schaden, Faschingsraufereien, Konsequenzen für Müllsünder und gefährliche Viren!

Bericht von Alfred Raths, Februar 14, 2019
Foto @pixabay
1 |16-Jährige überfallen und ausgeraubt 

Zwei skrupellose Räuber sind am vergangenen Montag in ein Wohnhaus im Ingolstädter Westen eingedrungen: Gegen 12.30 Uhr klingelte es in der Gerolfinger Straße zwischen der Einmündung Degenhartstraße und Zoo Wasserstern an der Tür eines Einfamilienhauses. Als die 16-jährige Tochter der dort wohnenden Familie öffnete, drängten die Täter sie zurück in die Wohnung, drohten ihr mit einem Messer und verlangten in gebrochenem Deutsch nach Bargeld und Wertgegenständen. Eine 57-jährige Bekannte der Familie war zu diesem Zeitpunkt ebenfalls im Haus und erlitt im Zuge des Überfalls eine leichte Verletzung an der Hand; das Mädchen blieb körperlich unverletzt.

Die Täter – beide etwa 180 cm groß, schlank, tragen schwarze Vollbärte in Form eines Dreitagebarts, waren dunkel gekleidet, mit schwarzem Schal beziehungsweise Mütze teilmaskiert und stammen vermutlich aus dem arabischsprachigen Raum – erbeuteten Schmuckgegenstände, eine hochwertige Herrenarmbanduhr sowie Bargeld. Trotz intensiver Fahndung und Einsatz eines Polizeihundes konnten die Räuber nicht gefasst werden.

Die Polizei hält es für möglich, dass die Täter Fahrräder nutzten, womit Beobachtungen auf dem südlich der Gerolfinger Straße, parallel zur Schutter verlaufenden Radweg in Zusammenhang stehen könnten, und sucht Zeugen.

2|Aktuelles zu Manchinger PFC-Schaden

In Sachen PFC-Schaden durch Löschschäume informierten Vertreter des Bundesamts für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr und des Staatlichen Bauamts Ingolstadt über die weiteren Maßnahmen zur Untersuchung des Schadensausmaßes und der Auswirkungen auf das Grundwasser, den Boden und die Früchte. Sie versicherten laut einer Mitteilung des Pfaffenhofener Landratsamtes, dass die Aufarbeitung des PFC-Schadens in Manching nach wie vor höchste Priorität habe und aufgrund des Zusammenwirkens aller Beteiligten gute Fortschritte mache.

Um ein bestmögliches Sanierungskonzept zu erhalten, müssten viele Kriterien berücksichtigt werden, sagte Oberst Neubauer vom Bundesamt. Erste Maßnahmen setzt man nach aktuellem Kenntnisstand kommendes Jahr um.

Erste Ergebnisse gab es nach dem Erntemonitoring auf 128 Ackerflächen mit 126 dabei entnommenen Proben von Feld- und Gartenfrüchten: Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit stufte alle als Feldfrüchte verkehrsfähig ein. Auf landwirtschaftlichen Flächen gab es Bodenuntersuchungen. Zum Bericht des Gutachters werden sich demnächst die Fachbehörden äußern.

Fachleute untersuchten darüber hinaus den Boden in allen Hausgärten, deren Brunnenwasser PFC-Belastungen oberhalb der Schwellenwerte aufwies. Stichprobenartig wurden die Früchte in zwei Hausgärten untersucht. In einem Fall waren sie unauffällig, im anderen Fall auffällig, aber aus gesundheitlicher Sicht nicht problematisch. Das Monitoring der Gartenfrüchte wird fortgeführt.

3| Auf Faschingsbällen flogen die Fäuste

Am vergangenen Sonntag kam es zu mehreren Schlägereien auf Faschingsbällen in den Landkreisen Kelheim und Pfaffenhofen. Gegen 0.45 Uhr ereignete sich der erste Fall im Vereinsheim des TSV Rohr. Während der Veranstaltung hatten drei Männer, offenbar in alkoholisiertem Zustand, wiederholt weibliche Gäste belästigt. Ein anderer Gast, der das verhindern wollte, wurde von dem Trio geschlagen und leicht verletzt. Nach der Schlägerei verließen die Täter die Gaststätte, gingen auf der Hauptstraße wahllos auf Passanten los und schlugen dabei auf sie ein. „Es wird davon ausgegangen, dass es sich um polnische Arbeiter handeln dürfte, die am Ort untergebracht sind“, so ein Polizeisprecher.

Zu einer weiteren Auseinandersetzung auf einem Faschingsball kam es um 3.30 Uhr in der Vohburger Hartackerstraße. Nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei erhielt eine 29-jährige Frau aus Münchsmünster einen Faustschlag ins Gesicht, woraufhin ihre Nase blutete. Die vor Ort anwesenden Personen waren laut den herbeigerufenen Ordnungshütern teils stark alkoholisiert. Nähere Angaben zum Tatgeschehen konnten sie daher nicht machen.

Etwa um 3.45 Uhr kam es in einer Gaststätte in der Landshuter Straße in Volkenschwand ebenfalls zu einer handfesten Auseinandersetzung zwischen Gästen eines Faschingsballs. Ein 20-jähriger Mainburger war dort ohne erkennbaren Grund auf einen gleichaltrigen Mann aus dem südlichen Landkreis Kelheim losgegangen und hatte diesem mehrere Faustschläge gegen den Kopf verpasst. Der 20-Jährige wurde dadurch so schwer verletzt, dass er in eine Klinik musste.

4| Falsch befüllte Tonnen bleiben ungeleert 

Ab sofort gibt’s Konsequenzen: Wie Elke Müller vom Abfallwirtschaftsbetrieb des Landkreises Pfaffenhofen (AWP) mitteilt, sind alle vom Landkreis beauftragten Entsorgungsunternehmen gebeten worden, das Personal der Sammelfahrzeuge für Bio- und Papiertonnen anzuweisen, offensichtlich falsch befüllte Tonnen nicht mehr zu entleeren und dem AWP zu melden.

„Aus Bioabfällen wird Kompost und aus dem Inhalt der Papiertonnen werden Papiere und Kartonagen hergestellt“, so Müller. Kunststoffe und Restabfälle erschwerten die Verwertung von Bio- und Papierabfällen und verursachten zusätzliche Kosten. „Wir bitten alle Bürgerinnen und Bürger, in die Abfalltonnen nur die dafür vorgesehenen Abfälle einzugeben. Fehlwürfe in die Bio- und Papiertonnen müssen mit einem sehr hohen Aufwand aussortiert werden.“ Außerdem verursachten überfüllte Abfalltonnen Mehrkosten, die die Allgemeinheit trage.

Überfüllte Restabfalltonnen melden die Müllwerker jetzt ebenfalls regelmäßig dem AWP. „Die Grundstückseigentümer werden dann von uns aufgefordert, größere oder zusätzliche Sammelbehälter aufzustellen“, erläutert Müller. Abfälle neben den Tonnen bleiben zurück, wenn sie nicht in AWP-Sammelsäcken zur Abholung bereitgestellt werden. Diese Säcke gibt es zum Preis von 4,50 Euro bei den meisten Wertstoffhöfen und Gemeindeverwaltungen.

5| Gefährliches Virus

Erst seit Kurzem wissen Forscher, dass Bornaviren auch Menschen befallen können – mit tödlichen Folgen. „Sie können tatsächlich Menschen infizieren“, sagt Professor Martin Schwemmle vom Institut für Virologie der Universitätsklinik Freiburg. Es stehe nun fest, dass Bornaviren lebensbedrohliche Hirnentzündungen verursachen können. Elf humane Infektionen, davon neun tödliche, gelten als gesichert.

„Infektionen mit Borna-Viren sind in der Vergangenheit im Landkreis Pfaffenhofen ausschließlich bei Pferden aufgetreten. Akut sind hier keine Fälle bekannt“, beruhigt Veterinäramt-Chef Reinhard Repper. Infektionen seien jedoch nicht meldepflichtig. Durch das sporadische Auftreten würden Borna-Infektionen aus tiermedizinischer Sicht der Seuchenbekämpfung als nachrangig beurteilt.

„Das Risiko, sich anzustecken, ist wahrscheinlich extrem gering“, betont der Freiburger Arzt Martin Schwemmle. Trotzdem kam es schon zu einigen Todesopfern. So züchteten etwa drei Männer exotische Schön- und Bunthörnchen aus Mittelamerika und Südostasien, die sie untereinander getauscht hatten, und steckten sich mit dem Virus an. Anlässlich einer Fachtagung wurden kürzlich drei weitere Fälle aus jüngster Zeit von tödlich verlaufenen Hirnentzündungen bei Menschen aus Bayern vorgestellt.

„Es gibt zwei Arten von Bornaviren, die Menschen infizieren können“, fasst Schwemmle zusammen. Das Virus aus exotischen Hörnchen gefährde Züchter. Sie sollten ihre Tiere unbedingt testen lassen. Feldspitzmäuse dagegen können nach bisherigen Erkenntnissen Wirte des klassischen Bornavirus sein, sofern sie in seinem Endemiegebiet Ost- und Süddeutschland, Österreich, Liechtenstein und der Schweiz leben. Schafe oder Pferde, gegebenenfalls auch andere Säugetiere, gelten als Fehlwirte