Unsere 5 Nachrichten der letzten Woche (21.-27.01.)

Ein totgefahrener Fußgänger samt Fahrerflucht, der finale Aufruf zur Anmeldung zum Jugendkulturpreis und mehr: Hier könnt ihr nachlesen, was die Hallertau in der vierten Januarwoche bewegt hat.

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Bericht von hallertau.de, Januar 28, 2019
1 | Fußgänger tödlich verletzt – Fahrer flüchtet

Am frühen Morgen des vergangenen Freitags wurde ein 65-jähriger Fußgänger bei einem Verkehrsunfall verletzt und starb kurz darauf im Krankenhaus. Der Unfallverursacher flüchtete.

Gegen 7.45 Uhr informierte eine Verkehrsteilnehmerin über den Polizei-Notruf 110 die Ordnungshüter, dass eine offensichtlich schwer verletzte Person im Gemeindebereich von Gachenbach an der alten B300 zwischen Schrobenhausen und Peutenhausen am Straßenrand liege. Der daraufhin sofort alarmierte Rettungsdienst fand an der Unfallstelle tatsächlich einen lebensbedrohlich verletzten Mann und brachte ihn ins Krankenhaus. Trotz aller Bemühungen vieler Rettungskräfte starb der Mann. Am Unfallort stellten die Beamten Fahrzeugteile eines Scheinwerfers und Seitenspiegels sicher, die auf einen weißen Kastenwagen der Marken Renault oder Opel hindeuteten. Die akribischen Ermittlungen der Polizei führten noch am Abend des Unfalltages auf die Spur eines 32-jährigen Paketfahrers nach Augsburg. Das beschädigte, mutmaßliche Tatfahrzeug, ein Opel Movano, konnte sichergestellt werden.

Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wurde der 32-Jährige dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der die Untersuchungshaft gegen den Beschuldigten anordnete. Der Mann wurde anschließend in eine bayerische Justizvollzugsanstalt gebracht.

2 | Waldbesitzervereinigung: „Bauernbuckel“ gering halten

Die Waldbesitzervereinigung Pfaffenhofen (WBV) mahnt, die Wintereinschläge im Wald möglichst bald abzuschließen und ihr das dabei angefallene Holz zur Übernahme zu melden. „Dies ist insbesondere im Hinblick auf die kommende Borkenkäfersaison wichtig.“

Auch wenn Schäden durch Schnee- und Windbruch verglichen mit dem Alpenraum gering seien, „ist eine Kontrolle der Wälder dringend notwendig. Übersehende Gipfelbrüche oder entwurzelte Bäume bringen ein sehr hohes Käferrisiko mit sich!“ Erfreulicherweise sei der Fördertatbestand „Insektizidfreie Borkenkäferbekämpfung“ auch für das Jahr 2019 bewilligt worden. Der Holztransport von Borkenkäferholz auf einen Lagerplatz in 500 Meter Entfernung zum nächsten Fichtenbestand werde mit vier Euro je Festmeter bezuschusst.

Um eine stockende Holzabfuhr zu vermeiden, gelte es, den „Bauernbuckel“, das massive Holzaufkommen im März und April, so gering wie möglich zu halten. Maßnahmen zur Gehölzpflege müssten außerdem laut Bundesnaturschutzgesetz bis zum 28. Februar abgeschlossen sein. „Auch wenn diese Regelung streng genommen im Wald, wie etwa für das Zurückschneiden des Waldrandes, nicht gilt, sollte aus Gründen des Vogelschutzes dieses Datum eingehalten werden.“

Der Holzmarkt sei immer noch unter Druck. Aufgrund der Föhnstürme im November 2018 werde voraussichtlich viel Holz auf dem Markt kommen. „Wann, wo und wie viel Holz dabei aufschlägt, ist noch ungewiss.“ Die Nachfrage nach Fichtenholz sei momentan verhalten. Derzeit sind für Fichte BC 2b+ Preisen von 72 Euro bis 76 Euro je Festmeter zu erreichen.

3 | Sexualdelikt: Kripo ehrt couragierten Zeugen

Die Kriminalpolizei Erding bedankte sich unlängst bei Georg Köttner aus dem Landkreis Freising für dessen couragiertes Verhalten. Im Dezember des vergangenen Jahres war er mit einem Pkw zwischen Paunzhausen und Johanneck unterwegs. Hierbei entdeckte er einen etwas versteckt abgestellten Kleinbus, in dem er neben einem älteren Mann auch ein kleines Mädchen erkannte. Diese Gesamtsituation erweckte sein Misstrauen, so dass er einen Bekannten hinzuzog. Gemeinsam suchten sie das Fahrzeug auf und überraschten einen 71-jährigen Mann in flagranti bei einer Missbrauchshandlung an einem zehnjährigen Mädchen.

Georg Köttner und sein Bekannter, ein pensionierter Polizeibeamter, nahmen zusammen den Mann fest, informierten die Polizeibeamten der Inspektion Freising und kümmerten sich bis zu deren Eintreffen vor Ort um das völlig verstörte Kind.

Das selbstlose und couragierte Verhalten von Georg Köttner, durch das die Beendigung und Aufklärung des Kapitaldelikts ermöglicht wurde, würdigte Thomas Weber als Leiter der Kriminalpolizeiinspektion Erding mit einer Dankesurkunde und einer finanziellen Anerkennung. „Wie dieser Vorfall eindrücklich zeigt, beruht der Erfolg polizeilicher Arbeit unter anderem auf der Mitwirkung aller Bürger durch entsprechende Mitteilungen an die Polizei. Sollten Sie eine verdächtige Wahrnehmung haben, zögern Sie nicht und wählen Sie die 110“ heißt es von den Ordnungshütern. Der Täter ist mittlerweile vom Landgericht Landshut zu einer Freiheitsstrafe von viereinhalb Jahren verurteilt worden.

4 | Letzte Chance auf Jugendkulturpreis

Der Jugendkreistag des Landkreises Freising verleiht im kommenden Jahr zum siebten Mal den Jugendkulturpreis. Damit fördert und würdigt er die künstlerische Betätigung Jugendlicher und junger Erwachsener im Alter bis 25 Jahren und macht ihr Wirken einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Nur noch bis zum 31. Januar können dafür Vorschläge aus den Bereichen Bildende Künste, Darstellende Kunst, Literatur, Musik, künstlerische Interpretation, Theater, Kabarett, Malerei, Fotografie und Film eingereicht werden. Es sind auch Eigenbewerbungen möglich.

Der Jugendkulturpreis ist mit insgesamt 1.500 Euro dotiert. Bewertet werden die künstlerischen Eingaben von einer achtköpfigen Jury, paritätisch zusammengesetzt aus je vier Mitgliedern des Jugendkreistags und vier in der Kunstszene im Landkreis Freising Aktiven. Die Preisverleihung findet im Rahmen des Uferlos-Festivals 2019 statt.

Vorschläge können per E-Mail möglichst in den Dateiformaten mp4 oder H.264 an wolfgang.kopf@kreis-fs.de oder postalisch auf CD oder USB-Stick an Wolfgang Kopf, Amt für Jugend und Familie, Landshuter Straße 31, 85356 Freising, eingereicht werden. Vermieden werden sollte, die Daten in eine Dropbox oder Cloud im Internet hochzuladen und nur den Link zu schicken. Handwerkliche Stücke können auch direkt vorbeigebracht werden.

5 | Antragsfrist für Vereinspauschale beachten

Das Landratsamt Kelheim macht auf die Frist zur Beantragung der Vereinspauschale aufmerksam. Die Anträge müssen heuer bis spätestens 1. März beim Landratsamt Kelheim, Außenstelle Hemauer Straße 48, (Zi.-Nr. H 005, Roland Rabl) eingereicht werden. Da es sich hier um eine Ausschlussfrist handelt, können später eingehende Anträge nicht mehr berücksichtigt werden.

Die Vereinspauschale kann an Vereine gezahlt werden, die eine eigene Rechtsfähigkeit besitzen, als gemeinnützig anerkannt sind, geordnete Finanz- und Kassenverhältnisse aufweisen und ihren Vereinssitz in Bayern haben. Der Vereinszweck hat der Pflege des Sports zu dienen, außerdem muss der Verein dem Verband angehören und aktive Jugendarbeit leisten. Die letzte Voraussetzung ist erfüllt, wenn zum 1. Januar 2019 die Zahl der Mitglieder bis einschließlich 26 Jahre mindestens 10 Prozent der Gesamtmitglieder beträgt. Das Beitragsaufkommen des Vereins muss im letzten Jahr vor der Bewilligung so hoch gewesen sein, dass es insgesamt folgenden Jahresbeitragssätzen entspricht: 12 Euro je Mitglied bis einschließlich 13 Jahre, 25 Euro je Mitglied bis einschließlich 17 Jahre, 50 Euro je Mitglied ab 18 Jahre.

Als Unterlagen sind der vollständig ausgefüllte und unterschriebene Antrag und gültige Übungsleiterausweise im Original notwendig. Ein unvollständiger Antrag kann nicht akzeptiert werden und führt dazu, dass die Antragsfrist nicht eingehalten wird.

Für Fragen steht das Landratsamt Kelheim Roland Rabl, Telefonnummer (0 94 41) 207-33 11) gerne zur Verfügung. Der Antrag kann auch auf der Homepage des Landratsamtes unter -> Amt & Service -> Formulare -> unter „S“ -> Sportförderung-Vereinspauschale abgerufen werden. Weitere Infos zum Thema gibt es auch auf der Homepage des Bayerischen Staatsministerium des Inneren, für Bau und Verkehr unter „Sport und Gesellschaft, Sport, Breitensport, Förderung für Vereine“.