Unsere 5 Nachrichten der letzten Woche (24.12.-30.12.)

Weihnachtliche Familiendramen, Schornsteinfeger, Scheunenbrände - in der Hallertau war in der Weihnachtswoche so einiges los!

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Bericht von Alfred Raths, Dezember 31, 2018
1 | Familiendrama an Heiligabend

Über den Notruf teilte die erwachsene Tochter eines 45-jährigen Familienvaters am Heiligen Abend mit, dass ihr Vater das Haus abfackeln will. Die bald darauf eintreffenden Polizisten trafen den Mann vor dem Haus in Pfaffenhofen auf einem geöffneten Benzinkanister sitzend an. Er hatte sich bereits selbst mit Benzin übergossen und hielt in der Hand ein Feuerzeug, das er dann auch entzündete. Das Feuerzeug konnte ihm jedoch gerade noch aus der Hand geschlagen und somit größeres Unheil verhindert werden.

Zuvor hatte er gegen 2.30 Uhr einen fünf Liter Treibstoff fassenden Kanister aus der Garage geholt und das Benzin im Treppenabgang zum Keller und im Keller verschüttet. Er forderte danach seine 42-jährige Ehefrau auf, die drei Kinder aus dem Haus zu bringen. Sie selbst sollte jedoch im Haus verbleiben, weil er sie, wie er sagte, zusammen mit dem Haus abfackeln wolle.

Der 45-Jährige war laut Polizei alkoholisiert. Er wurde in die psychiatrische Abteilung des Klinikums Ingolstadt eingeliefert. Die alarmierten Feuerwehrleute der Kreisstadt belüfteten das Wohnhaus, eine akute Explosionsgefahr schlossen sie aus.

2| Landkreis bestens aufgestellt

Beim traditionellen Silvestertreffen mit den Bezirkskaminkehrermeistern stieß der Stellvertreter des Landrats Anton Westner mit den Spitzen der Kreistagsfraktionen und den Glücksbringern auf das Wohl der Landkreisbevölkerung an. In seiner kurzen Ansprache betonte Westner, dass der Landkreis bestens aufgestellt sei. Er verwies auf die „äußerst soliden“ Kreisfinanzen und die Tatsache, dass es voraussichtlich im Jahr 2019 eine Senkung der Kreisumlage auf 43,5 Prozent geben werde. Hier zeige sich der Landkreis „kommunalfreundlich“, weil er möglichst viel der Steuerkraft bei den Gemeinden belasse, damit diese ihren vielfältigen Aufgaben nachgehen könnten.

Westner wies auf die Investitionen des Landkreises bei der Generalsanierung des Landratsamts, bei der Ilmtalklinik und im Tiefbau hin. Das Gesundheitswesen sei ein „zentrales Thema“ und werde den Landkreis auch im neuen Jahr intensiv beschäftigen. Nach wie vor sei es ein Ziel der Kreispolitik, bei bestmöglicher medizinischer Versorgung der Bevölkerung, das finanzielle Defizit in der Klinik in Grenzen zu halten. Die anstehende Generalsanierung sei ein besonderer Kraftakt und eine Herausforderung für alle Verantwortlichen im Landkreis. Es sei richtig gewesen, das Planungspaket für die Generalsanierung der Ilmtalklinik nochmals aufzuschnüren sowie das Projekt unter neuen Vorgaben und Rahmenbedingungen zu optimieren.

3| Hoher Sachschaden bei Scheunenbrand

Beim Brand einer landwirtschaftlichen Scheune im Abensberger Ortsteil Arnhofen (Landkreis Kelheim) entstand in der Nacht von vergangenem Samstag auf Sonntag ein Sachschaden in Höhe von mindestens 400 000 Euro. Verletzte sind jedoch nicht zu beklagen. Gegen 2.50 Uhr wurde der Integrierten Leitstelle Landshut das Feuer gemeldet. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr stand die etwa 1 500 Quadratmeter große Scheune bereits im Vollbrand. In dem erst zwei Jahre alten Gebäude waren Getreide, Strohballen und landwirtschaftliche Maschinen gelagert, darunter auch ein Traktor sowie ein Futterwagen. Auf dem Dach war eine PV-Anlage montiert. Trotz des Großeinsatzes aller umliegenden Wehren konnte ein vollständiges Abbrennen der Scheune nicht verhindert werden. Zur Brandursache kann die Polizei derzeit keine Angaben machen. Kripobeamte aus Landshut ermitteln nun in dem Fall.

4| Keine Parkgarage an der Berufsschule

Der Bau- und Vergabeausschuss des Landkreises Pfaffenhofen nahm bei seiner letzten Sitzung in 2018 einstimmig Abstand von weiteren Planungen für eine Parkgarage an der Berufsschule am Schleiferberg. Nach eingehender nichtöffentlicher Debatte erteilten die Räte entsprechenden Vorschlägen und Forderungen eine Absage. Grund dafür war nicht nur die Tatsache, dass es für das Projekt mindestens ebenso viele Gegner wie Befürworter gibt. Letztlich ausschlaggebend war insbesondere die Kostenschätzung von 3,6 Millionen Euro und damit verbundene grundsätzliche wirtschaftliche wie auch verkehrstechnische Gründe.

Die Verwaltung erhielt den Auftrag, gemeinsam mit der Stadt Pfaffenhofen nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen, die zur Entspannung der Parkplatzproblematik an der Berufsschule Pfaffenhofen beitragen können. Dazu soll auch das weitere Umfeld des Schulzentrums Pfaffenhofen in die Überlegungen mit einbezogen werden. Landrat Martin Wolf: „Wir nehmen die Problematik nach wie vor sehr ernst und suchen jetzt nach alternativen Lösungsansätzen. Dabei suchen wir die Kooperation mit der Stadt Pfaffenhofen. Auch die Einbindung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Einsatz von Zubringerbussen sollte geprüft werden“.

Bereits seit vielen Jahren besteht die Problematik, dass vermehrt Schüler mit dem eigenen Fahrzeug zum Berufsschulunterricht fahren. Die vorhandenen berufsschuleigenen 97 Stellplätze reichen deswegen nicht mehr aus, so dass die Schüler auf die Straßen der umliegenden Wohngebiete ausweichen. Dort können sie derzeit noch kostenlos ihre Fahrzeuge abstellen, heißt es aus dem Landratsamt.

5| Junger Mann stirbt nach schwerem Verkehrsunfall

Eine Familie aus dem Bereich Neuruppin Brandenburg war am vergangenen Mittwoch mit einem Kleinbus auf der A9 in Richtung München unterwegs. Der 54-jährige Vater war Fahrer des Kleinbusses. Etwa drei Kilometer nach der Rastanlage Holledau hatte ein 35-jähriger Mann aus dem Zulassungsbereich Fürstenfeldbruck mit seinem Kleintransporter eine Panne und stand auf dem Seitenstreifen. Der Mann befand sich vermutlich vor seinem defekten Fahrzeug als der 54-Jährige aus bislang unbekannter Ursache gegen 14.45 Uhr mit seinem Fahrzeug nach rechts auf den Standstreifen kam und frontal mit dem Pannenfahrzeug kollidierte.

Durch den Aufprall wurde der 35-jährige vermutlich über die beiden Fahrzeuge geschleudert und kam erst hinter den verunfallten Fahrzeugen im Graben zum Liegen. In dem VW-Bus erlitten der Fahrer und seine 53-jährige Beifahrerin leichte Verletzungen. Die 22-jährige Mitfahrerin und der 19-jährige Mitfahrer im Fond des Busses wurden schwer verletzt und ins Krankenhaus gebracht. Dort starb der junge Mann kurz darauf. Der 35-Jährige kam mit schwersten Verletzungen ebenfalls ins Krankenhaus. An den Fahrzeugen ist ein Gesamtschaden in Höhe von ungefähr 100 000 Euro entstanden. Im Einsatz waren die Feuerwehren aus Wolnzach, Schweitenkirchen und Geisenhausen sowie mehrere Rettungsfahrzeuge und Notärzte.