Unsere 5 Nachrichten der letzten Woche (7.-13.1.19)

Kripo-Warnung vor Betrügern, mehr Fahrzeuge im Kreis Pfaffenhofen und naturfreundliche Tipps zum Schneeräumen: Hier könnt Ihr nachlesen, was die Hallertau in der zweiten Januarwoche bewegt hat.

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Bericht von Alfred Raths, Januar 14, 2019
1 | Beim Schneeräumen an Pflanzen und Tiere denken

Der Winter hat uns wieder einmal fest im Griff. Da bleibt es nicht aus, dass Streusalz mitunter in großer Menge ausgebracht wird, um Straßen und Wege schnee- und eisfrei zu halten. Der Bund Naturschutz (BN) in Bayern bittet nun alle Bürger, im Privatbereich generell auf Streusalz zu verzichten.

„Jedes Jahr werden Unmengen Streusalz in Bayern eingesetzt und damit Bäume am Straßenrand oder im Garten schwer geschädigt. Aber auch Haustiere, die ja mal raus müssen, haben mit der scharfen Salzlösung zu kämpfen“, sagt Martin Geilhufe, Landesbeauftragter des BN. Zudem trage es erheblich zur Feinstaubbelastung bei. „Auch wenn die Straßenmeistereien Streusalz verwenden dürfen, heißt es noch lange nicht, dass der Salzeinsatz unbedenklich wäre. Bitte beachten Sie die Streusalzverbote auf Gehsteigen.“

„Wir empfehlen Gehwege gründlich und rechtzeitig mit Schippe oder Besen zu räumen. Bei Eis und erhöhter Glättegefahr bieten sich Sand, Kies oder Sägespäne als Streumittel an. Ansonsten sollten nur Streumittel verwendet werden, die das Umweltzeichen haben“, so Geilhufe. Streusalz belastet Böden und Gewässer, greift Pflanzenwurzeln und Tierpfoten an. Die Schäden an Bäumen und Sträuchern zeigen sich dann vor allem in den Sommermonaten. Korrosionsschäden an Fahrzeugen aller Art und Brücken gehen häufig auf das Konto von Streusalz. Schuhe und Kleidung werden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Kritisch gesehen werden auch hohe Chloridgehalte im Grundwasser in Verbindung mit dem Einsatz von Streusalz.

Auch andere Streumittel sollten nur sparsam verwendet werden, da diese ebenfalls die Umwelt belasten. Um abstumpfende Streumittel wie Splitt oder Kies herzustellen, auszubringen und wieder einzusammeln, braucht es Energie, besonders wenn dafür Streu- und Kehrfahrzeuge eingesetzt werden. Zudem können Splitt und Granulat giftige Substanzen wie Arsen, Blei oder Quecksilber enthalten.

2| Bundespolizei-Azubis verstärkt unterwegs

Im Zeitraum vom 10. bis 12. Januar bestreifte die Bundespolizei im Rahmen der Ausbildung schwerpunktmäßig die Bahnhöfe Pasing, Dachau und Freising sowie die dazugehörigen S-Bahnstrecken. Vorwiegend Polizeimeister-Anwärter waren dabei im Einsatz. Der „Nachwuchs“ sollte dabei Erfahrung im Bereich der Abwehr von Gefahren und Verfolgung von Straftaten sammeln.

In sogenannter „Zugstärke“ erhielt die Bundespolizeiinspektion München für drei Tage die personelle Unterstützung aus dem Bundespolizeiaus- und Fortbildungszentrum in Bamberg. 23 junge Männer und Frauen, begleitet durch ihre Ausbilder, übernahmen in zwei Schichten von 7 bis 22 Uhr Aufgaben im bahnpolizeilichen Bereich. Sie haben sich dabei unterschiedlicher Straftaten und Ordnungswidrigkeiten angenommen. Neben den Personen der sogenannten Stammsteherszene wurde auch auf den Schülerverkehr ein Auge geworfen. Insbesondere rund um Kreisstädte werden S-Bahnen und Regionalzüge stark von Schülern genutzt. Sie wurden für einen sicheren Schulweg auf die Sicherheitsvorschriften und Gefahren des Bahnbetriebes hingewiesen.

Für die Polizeimeister-Anwärter sind derartige Einsätze Teil ihrer Praktika und zusätzlich eine gute Möglichkeit, polizeiliche Erfahrungen im Umgang mit Personen und dem Gefahrenbereich des Bahnverkehrs zu sammeln. Weitere Einsätze dieser Art sind bereits in Vorbereitung. Die Bundespolizeiinspektion München ist zuständig für die polizeiliche Gefahrenabwehr und Strafverfolgung im Bereich der Anlagen der Deutschen Bahn und im größten deutschen S-Bahnnetz mit über 210 Bahnhöfen und Haltepunkten auf 440 Streckenkilometern.

Der räumliche Zuständigkeitsbereich der Bundespolizeiinspektion München mit dem Bundespolizeirevier München Ost und Diensträumen in Pasing und Freising umfasst neben Freising auch die Landeshauptstadt und dem Landkreis München sowie die benachbarten Landkreise Dachau, Ebersberg, Fürstenfeldbruck, Starnberg und Erding.

3| Mehr Fahrzeuge im Landkreis Pfaffenhofen

Die Zahl der zugelassenen Fahrzeuge im Landkreis Pfaffenhofen legte gegenüber dem Vorjahr um 2,57 Prozent zu. Zum Jahresende 2018 waren insgesamt 128.951 Fahrzeuge zugelassen (Vorjahr 125.726). Im Vergleich zum Jahr 2010 (103.872) ergibt sich aus der Statistik der Verkehrsbehörde eine Zunahme der zugelassenen Fahrzeuge um 24,14 Prozent. Bei der Art der zugelassenen Fahrzeuge handelt es sich vor allem um Pkws (82.552), Anhänger (18.141), Krafträder (12.523), Zugkraftwagen (8.757) und Lkws (5.983).

Beim „Begleiteten Fahren ab 17“ verzeichneten die Mitarbeiter des Sachgebiets 898 Führerscheinanträge. Dies bedeutet einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr (947) um 5,17 Prozent.

Andererseits wurde 366 Bürgern der Führerschein durch ein Gericht oder eine Verwaltungsbehörde entzogen oder versagt. Im Vergleich zum Vorjahr (378) ist diese Zahl leicht zurückgegangen. Wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sind im Jahr 2018 433 Verkehrsteilnehmer (374) aufgefallen. In den vergangenen zehn Jahren ist diese Zahl insgesamt um 62,78 Prozent angestiegen.

4| Kripo Ingolstadt warnt vor Betrug mit Binären Optionen

Aufgrund einer Reihe von Betrugsfällen in jüngster Zeit warnt die Kriminalpolizei Ingolstadt vor Angeboten im Zusammenhang mit angeblichen Geldanlagen in sogenannten Binären Optionen, wenn sie im Internet Kleinanlegern offeriert werden. Es entstand bereits ein Schaden von rund 70.000 Euro.

Grundsätzlich handelt es sich bei Binären Optionen um eine am Finanzmarkt zulässige Anlageform. Jedoch hat die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde im März 2018 ein Verbot der Vermarktung und des Vertriebs an Kleinanleger zu deren Schutz erlassen. Somit verstoßen Angebote an Privatpersonen, solche Optionen zu erwerben, gegen geltendes Recht. Die Kriminalpolizei Ingolstadt hat in ihrem Zuständigkeitsbereich, vor allem während des zweiten Halbjahres 2018, eine Zunahme derartiger Betrugsfälle festgestellt.

Trotzdem werden von betrügerischen Anbietern weiterhin Binäre Optionen im Internet Kleinanlegern angeboten, so ein Sprecher der Kripo. Die Täter stellen dabei Internetseiten online, die den Eindruck von Handelsplattformen vermitteln. Den Opfern, die sich von den offerierten hohen Gewinnspannen zunächst zu kleineren Geldüberweisungen verleiten lassen, werden anfangs virtuell hohe Gewinne suggeriert. Zum Teil erfolgen sogar Telefonanrufe von angeblichen Brokern, die ihre Opfer überzeugen wollen höhere Beträge anzulegen. Tatsächlich werden die überwiesenen Geldbeträge nicht für eine derartige Anlage verwendet und sind für die „Anleger“ verloren. Zudem werden auf diesen dubiosen Internetplattformen von den Tätern auch weitere Anlageprodukte wie Aktien, Devisen und Kryptowährungen zum Handel angeboten, welche ebenso keinen realen Hintergrund haben.

5| Weitgehend positives Jahres-Fazit für Reichertshofen

Bei einer Gesamtrücklage von knapp drei Millionen Euro ist der Schuldenstand des Marktes Reichertshofen auf 1,37 Mio. Euro gesunken, das bedeutet pro Kopf etwa 167 Euro. Dies gab Bürgermeister Michael Franken (JWU) auf dem Neujahrsempfang für verdiente Bürger des Marktes und Träger des Ehrenrings in seiner Jahresbilanz jüngst bekannt. „Wirtschaftlich war 2018 in Deutschland, in Bayern und in Reichertshofen wieder ein sehr starkes und erfolgreiches Jahr, davon konnten wir alle profitieren“, so das Ortsoberhaupt. Sorge bereite ihm jedoch die gesellschaftliche Entwicklung, die Verrohung der Sprache und nicht zuletzt die zunehmende Bereitschaft zur Gewalt. „Dieser Entwicklung müssen wir entgegenstehen“, appellierte Franken. Positiv zu beurteilen sei die erfolgreiche Ansiedlungs- und Wirtschaftspolitik des Gemeinderats, die zu einer deutlichen Steigerung der Arbeitsplatzanzahl im Ort und damit auch zu einer nachhaltigen Verbesserung bei den Gewerbesteuereinnahmen geführt habe.

„Angesichts der großen Aufgaben und kostenintensiven Maßnahmen der nächsten Jahre sind ein gefülltes Bankkonto und ein vergleichsweise niedriger Schuldenstand sehr wichtig! Wir haben in 2018 erkannt, dass den Bürger die Kosten einer Maßnahme nur an zweiter Stelle interessieren, auch wenn es sein Steuergeld ist.“ Umso wichtiger sei es, die Einnahmen zu steigern. „Für die Mehrkosten aufgrund des Ergebnisses des Bürgerentscheides müssen wir zu den im Jahr 2018 geplanten rund 31 Millionen Euro Investitionssumme nun noch ein paar Millionen aufschlagen.“

Die Kosten für die Paarhallensanierung seien darin noch nicht in voller Höhe berücksichtigt. Weitere Kosten seien für die Gemeinde absehbar. Franken nannte etwa den Bauhof-Teilneubau, den Radwegbau Ronnweg oder als größeren Posten die Erneuerung der Kläranlage Winden und Auflösung der Anlagen in Hög und Ronnweg samt Sanierung von Straßen, Wasserleitungen und Kanälen.