Wandern für die Hallertau, Tag 7: vom Feilenforst nach Gosseltshausen

hallertau.de
Bericht von hallertau.de, Januar 21, 2020

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Reiselog, 18.1.20

Am letzten Tag liegen knapp 17 Kilometer vor mir. Ein stimmungsvoller, nebliger Morgen lockt mich aus dem Zelt. Zu wissen, dass ich heute wieder daheim im Warmen schlafen und duschen werde, verleiht mir so viel Euphorie, dass ich sogar noch eine Nacht dranhängen könnte. Es geht nach Geisenfeld und von dort über das Ilmtal sowie die Ortschaften Königsfeld und Starzhausen nach Gosseltshausen zurück.

Ein Hauch von Frühling liegt in der feuchten Luft des Feilenforstes. Ein balzender Sperber begleitet meinen Weg, bis ich irgendwann die Heideflächen der Nöttinger Viehweide erreiche. In wenigen Monaten wird hier die Waldschnepfe, eine extrem zurückgezogen lebende Vogelart, ihren romantischen Balzflug in der Abenddämmerung vollführen, während der Wald voll mit Frühlingsknotenblumen ist – „nur“ ein weiteres von unzähligen Naturschauspielen unseres Landkreises. Ich hätte auch noch einen Abstecher nach Norden machen können, gelohnt hätte es sich allemal: oben in Ilmendorf wurden ca. 50 Hektar (eine halbe Millionen Quadratmeter!!!) zugepflastert. Gierig plante man in Geisenfeld schon die nächste Erweiterung, doch die Bürger von Ilmendorf konnten dies zumindest für ein Jahr verhindern. Die Ilm schafft hier einen vielseitigen Lebensraum, unter anderem für den Kiebitz und den vom Aussterben bedrohten Brachvogel. Trotzdem ist es der Stadt Geisenfeld gelungen, ein Planfeststellungsverfahren für ein weiteres, riesiges Gewerbegebiet durchzubringen. Absolut lächerliche 30 Meter muss man dann für den Brachvogel freihalten. Welche „Experten“ machen solche Angaben und wozu haut Geisenfeld derart unverantwortlich mit Gewerbegebieten um sich? Wie der Norden unseres Landkreises bereits verschandelt wurde, ist schlichtweg gedankenlos.

Zurück zur Wanderung: südlich von Geisenfeld erreiche ich die malerische Kirche von Ainau, verweile dort und stifte eine Kerze zu Ehren unserer teils wunderschönen Heimat. Nahtlos geht der Weg über zum Ilmtal. So richtig weiß man wohl nicht, wohin man das Ilmtal bezüglich zukünftiger Baupläne laufen lassen soll. Dabei ist dieses liebliche Tal so traumhaft schön! Vorbei an alten Dörfern schlendert die Ilm, gesäumt von feuchten Wiesen, gen Norden. Zu beiden Seiten steigen sanfte Hügel an, die auf den Anhöhen bezaubernde Ausblicke ermöglichen. Liebe Gemeinden, das ist es, was unsere Heimat so wertvoll macht, und nicht der alleinige Fokus auf prallgefüllte Kassen!

Route - Tag 7

So unterstützt ihr die Aktion

Zur Schaffung einer Basis für einen gemeinsamen E-Mail-Protest oder die Gründung eines Forums könnt ihr mittels unten genannter Wege mit mir Kontakt aufnehmen. Gerne können Lösungsvorschläge genannt werden, es reichen aber auch Nachrichten, die lediglich mit einem Betreff versendet werden. Ganz wichtig: Bitte weitersagen, denn je mehr wir sind, desto mehr können wir ausrichten!
E-Mail: flaechenfrass-pfaffenhofen@t-online.de

So folgt ihr der Wanderung

Homepage des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern
Instagram-Account des LBV
• TV Ingolstadt, der Pfaffenhofener Kurier und eventuell Radio Bayern1 begleiten das Ganze ebenfalls.
• Blog auf Hallertau.de (je nach Verlauf der Wanderung):

Auftaktbericht: Wie ein Hallertauer seine Heimat durch Wandern schützen will
Tag 1: Wandern für die Hallertau, Tag 1: Gosseltshausen nach Geroldshausen
Tag 2: Wandern für die Hallertau, Tag 2: von Geroldshausen ins Prambachtal
Tag 3: Wandern für die Hallertau, Tag 3: vom Prambachtal nach Oberschnatterbach
Tag 4: Wandern für die Hallertau, Tag 4: von Oberschnatterbach ins Paartal
Tag 5: Wandern für die Hallertau, Tag 5: vom Paartal nach Au am Aign
Tag 6: Wandern für die Hallertau, Tag 6: von Au am Aign in den Feilenforst
Tag 7: Wandern für die Hallertau, Tag 7: vom Feilenforst nach Gosseltshausen

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