Wolnzacher Räte stimmen für Kindergarten-Wettbewerbsplanung

Am Donnerstag, den 17.1., ging es für den angedachten neuen Wolnzacher Kindergarten wieder ein Stück vorwärts.

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Bericht von Alfred Raths, Januar 18, 2019

Einen Baustein weiter ist der Wolnzacher Marktgemeinderat nach seiner gestrigen Sitzung in Sachen Kindergartenneubau. Mehrheitlich sprachen sich die Räte für die Organisation eines Realisierungswettbewerbes aus.

Grünes Licht für das Bauvorhaben, wie in der Sitzung erläutert wurde, hat das Landratsamt Pfaffenhofen bereits gegeben. Der am derzeitigen Bolzplatz an der Ecke Schloßstraße/Wiesensteig vorgesehene Kindergarten soll nun dem Gremiumsbeschluss nach in einem „nicht-offenen Realisierungswettbewerb“ weiter Gestalt annehmen. Darüber hinaus ist ein sogenanntes Verfahren nach der Vergabeverordnung (VgV) notwendig; diese regelt die Vergabe von Architektenleistungen oberhalb eines bestimmten EU-Schwellenwerts für Planungsleistungen durch öffentliche Auftraggeber. Eine Ausschreibung des Bauvorhabens erfolgt somit europaweit.

Den Zuschlag erhalten hat das in München ansässige Büro Hummel/Kraus GbR. Ein entsprechendes Angebot für die Vorbereitung des Verfahrens, die Bekanntmachung des Wettbewerbs, die Auswahl der Bewerber und die weitere Wettbewerbsbetreuung in Höhe von rund 38.500 Euro wurde der Kommune bereits Anfang Januar vorgelegt. Das von der Pfarrpfründe-Stiftung im Rahmen eines Erbbaurechts erworbene und für den Kindergartenbau vorgesehene Areal ist mit knapp 5.800 Quadratmetern sehr großzügig bemessen.

„Wir machen auch kein Geheimnis daraus, dass wir uns die Unterstützung (Anm .d. Red.: durch das Planungsbüro) gerne holen würden im VgV-Verfahren“, merkte Bürgermeister Jens Machold (CSU) vor der Abstimmung an. Er verwies auf andere Kommunen, denen das komplizierte Prozedere ohne fachliche Begleitung bereits Schwierigkeiten bereitet habe. Machold sei gespannt auf die Ideen, die in den Wettbewerb eingebracht werden.

Gemeinderat Peter Rech fragte unter Hinweis auf einen früheren Gemeinderatsbeschluss unter anderem nach, ob denn vorgesehen sei, frühzeitig auch einen Projektsteuerer in das Verfahren einzubinden. Darauf antwortete Machold, dass die Kommune mit der Hummel/Kraus GbR ausgewiesene Fachleute an der Hand habe, die „das Externe“ leiteten. „Ich weiß jetzt nicht, ob wir da noch jemanden brauchen, das müssen wir halt dann noch sehen.“ Das Ortsoberhaupt hofft auf einen Baubeginn im kommenden Jahr, wie er auf Nachfrage von Florian Werther (Freie Wähler) vor dem Gremium anmerkte. „Ob das so kommt oder nicht, das kann ich Ihnen nicht sagen.“

Am Ende stimmten lediglich Rech und sein Fraktionskollege Max Wallner von der FDP-UW-BGW gegen den Vorschlag der Verwaltung.