5 gute Gründe für eine Runde Geocaching in der Hallertau

Lisa Schwarzmüller
Feature von Lisa Schwarzmüller, Juli 14, 2020

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!

Dabei schlägt unser Outdoor-Herz gleich höher: Wir haben das Geocaching für uns entdeckt und festgestellt, dass die Community von Schatzsuchern und Koordinaten-Jägern auch in der Hallertau riesengroß ist. Alleine in unserer „Homebase“ Wolnzach sind über 700 Caches versteckt! Wir erklären euch, was es genau damit auf sich hat und warum ihr es unbedingt mal ausprobieren solltet. Tipp: Damit findet ihr Pfade und Orte in eurer Heimat, die ihr auf konventionellen Wanderungen und Spaziergängen nicht entdecken würdet.

1 | Wie im Videospiel die Welt entdecken

Ihr habt Sorge, weil der Nachwuchs seinen Adventure-Radius mittlerweile lieber auf das Sarasaland oder das Fortnite-Universum (Hinweis für alle Nicht-Gamer: Beide findet man durch den extensiven Einsatz von Fingerfertigkeit und Spielkonsolen) beschränkt? Dann ist eine gepflegte Runde Geocaching vielleicht genau das richtige für eure technikbegeisterten Kinder. Um an die Caches zu kommen braucht man nämlich auch Technik in Form eines Handys oder eines GPS-Empfängers. Man muss sich mit „Maps“ auseinandersetzen und ganz wie in den geliebten Videospiel-Welten wartet am Ende ein Token (also ein Schatz) auf euch. Man kann sich mit Namen und Datum in die Logbücher eintragen und in manchen sind sogar kleine Mitbringsel von anderen Spielern versteckt, die man gegen eigene Kleinigkeiten austauschen darf. Das Geocache-Prinzip ist also einem Videospiel gar nicht unähnlich und vielleicht die perfekte Outdoor-Alternative, mit der man passionierte Gamer von ihrem Controller weglocken kann.

2 | Teil einer großen Community werden

Alleine in und um Pfaffenhofen gibt es über 800 verschiedene Caches zu finden. Stand 2016 gab es in Deutschland 273.206 aktive Cacher. Die haben das Geocaching schon längst zu einer kleinen Kunst gemacht, entführen sie mit ihren Koordinaten und Rätseln doch an wirklich unglaubliche Orte. Verraten können wir die an dieser Stelle nicht, das gehört sich nämlich nicht. Schließlich ist das ja der Spaß an dem Ganzen, die Orte ganz für sich alleine entdecken zu dürfen. Habt ihr sie aber gefunden, dann könnt ihr euch mit zahlreichen anderen Schatzsuchern über Ort und Runde austauschen, ein wirklich großer Spaß. Großer Pluspunkt: Viele Geocacher geben sich mit ihren Schätzen sehr viel Mühe. Die „Dosen“ werden fantasievoll dekoriert oder enthalten abgefahrene „Goodies“.

3 | Naturbezogenes Rätselraten

Einige Caches haben in der Datenbank den Beinamen „Mystery“. Das bedeutet, dass man die Koordinaten nicht einfach so „geschenkt“ bekommt, sondern sie sich mit dem Lösen eines kleinen oder manchmal auch großen Rätsels verdienen muss. Die sind je nach Ersteller ganz einfach oder manchmal so schwierig, dass sich in der Kommentarspalte zum Eintrag heiße Diskussionen entbrennen. Die gute, alte Schnitzeljagd aus der Kindheit lässt grüßen!

4 | Der Natur etwas zurückgeben

Mit einem Hobby die Welt ein bisschen besser machen – nichts leichter als das, wenn es sich dabei um Geocaching handelt. Denn in der Hallertau findet man viele wunderschöne Orte in der Natur, leider aber auch die Spuren anderer Menschen. Die Landschaft zu vermüllen, ist unter Geocachern mehr als verpönt und es gibt viele Naturliebhaber, die ihre Cache-Runde immer mit einer Mülltüte und Handschuhen bewaffnet antreten, um die Hinterlassenschaften von Umweltsündern mitzunehmen und zu entsorgen. So geht man nicht nur auf anregende Entdeckungsreise, man tut auch noch etwas Gutes für die Umwelt.

5 | Neue Orte wie ein Einheimischer kennenlernen

Caches werden oft von Menschen angelegt, die den Ort, den sie präsentieren, besonders gut kennen und schätzen.  So kann man sich auch mal Abseits bekannter Wege bewegen und entdeckt unerwartete Schönheiten wie tolle Lost Places oder kuriose Fakten. Denn oft werden die Caches in ihrem Listing mit interessanten Geschichten unterfüttert, die dem Schatzsucher den Ort näher bringen sollen. So erfährt man auf spielerische Weise, warum ein kleiner Baggersee bei Manching ausgerechnet „Kongoweiher“ heißt, wie in Wolnzach 2003 einer der größten Pfadfinderstämme Europas gegründet wurde oder wo man in der Nähe von Mainburg eine der schönsten und ältesten Eichen der Region findet.

Kleiner Geocache-Knigge

  • Erst mit den Augen, dann mit den Händen suchen!
  • Immer Rücksicht auf die Natur nehmen!
  • Bleib so lange auf den Wegen, wie es nur geht!
  • Öffne niemals Verstecke mit roher Gewalt, denn sie wurden mit viel Mühe erstellt!
  • Lege nie Lebensmittel, Medikamente oder gefährliche Lebensmittel in die Cache-Dose!
  • Legt die Dose nach dem Fund wieder genau an die Stelle zurück, wo ihr sie gefunden habt, damit andere sie auch suchen können!
  • Egal ob auf dem Land oder in der Stadt – macht keinen unnötigen Lärm!
  • Parke nur auf dafür vorgesehen Parkplätzen und Flächen!

 

Teile diesen Artikel mit deinen Freunden!