Beim Saray in Wolnzach gibt es Steak satt

Das Saray in Wolnzach ist umgezogen. Wir waren am Ostermontag beim Essen dort. Erstens hatten wir echt Lust auf eine ordentliche Portion Steak, zweitens wollten wir sehen, ob es uns dort immer noch schmeckt.

Feature von Lisa Schwarzmüller, April 30, 2019

Drei Adjektive, die das Saray in Wolnzach perfekt beschreiben: Geradlinig, schnörkellos und ehrlich. Wir machten uns am Ostermontagmittag auf den Weg zum neu eröffneten Laden in der Preysingstraße. Unser Ziel ist ganz klar: Wir wollen ein leckeres Stück Fleisch. Eben solch eine Portion, die man sie sich daheim nie machen würde, weil man die Fähigkeiten gar nicht hat. Und manchmal auch, weil es für normalsterbliche Köche  gar nicht so einfach ist, an diese Leckerbissen und Steak-Spezialitäten aus den USA, Argentinien oder Uruguay zu kommen. Und die gibt es im Saray in genau den Portionen, die echte Fleischliebhaber gerne haben.

Bis zu 400 Gramm kann man sich von den Spezialisten braten lassen, auf den Tellern landen Rib-Eye, T-Bone, Rump Steak oder Filet. Die sind gleichzeitig auch die Stars zwischen Messer und Gabel, auch wenn man kaum damit aufhören kann (und will), noch ein letztes Mal in die Süßkartoffelpommes zu greifen. Wie würden die Steak-Profis aus Amerika da sagen? „What you see is what you get.“ Und das ist gut so.

Restaurant und Steak House Saray

Preysingstraße 7
85283 Wolnzach

08442 9196391

Öffnungszeiten:
Sonntag-Mittwoch: 11:30 – 14:00 Uhr, 17:00 – 23:00 Uhr
Donnerstag Ruhetag
Freitag und Samstag 17:00 – 23:00 Uhr

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Das Ambiente im Saray

Genauso wie der kulinarische Stil vom Saray ist auch das Interieur unaufgeregt. Eine Ziegelwand macht das Ganze rustikal, dunkle Wände machen das Ganze gemütlich. Nichts ist überladen. Für ein heimeliges Mittagessen zu zweit ist es dort genau richtig. Aber auch mit größeren Gruppen findet man genug Platz. Reservieren sollte man jedoch schon.

Billigstes Gericht <> Teuerstes Gericht

Burger und Co. findet man mittlerweile mit allerhand Chichi belegen. Nicht so im Saray. Auch hier ist das Konzept wieder sehr geradlinig: 80 Gramm vom Rind, Sesambrötchen, Tomaten, Gurken,  Zwiebeln,  Salatblätter und Pommes Frites. Mehr braucht es für einen guten Burger auch eigentlich nicht. Im Saray ist das auch das günstigste Gericht auf der Karte. 7,90 Euro – das kann auch ein angespannterer Geldbeutel mal gut verkraften.

Das teuerste Gericht ist im Kontext eines Steak-Hauses natürlich schnell gefunden. Das 400 g Filetsteak aus Uruguay kann man mit verschiedenen Beilagen bestellen und kommt entweder mit einer Baked Potato mit Sour Cream oder ganz klassischen Pommes daher. Für so viel Premiumware muss man da schon mal tiefer in den Geldbeutel greifen. 46,90 Euro kostet der Spaß für den ganz großen Fleischhunger. Wer mit fast einem Pfund Rind überfordert ist, kann auch bescheidener bestellen. Für 26,90 Euro gibt es das gleiche Stück Fleisch mit 200 g Kampfgewicht.

Das haben wir gegessen und getrunken:

Rinder Carppaccio: 9,90 Euro
Rib-Eye 400 g, medium mit Pommes:  40,00 Euro
Rinderfilet 180 g mit Kartoffeln, Spargel und Hollondaise: 26,90 Euro
3x Urban Chestnut Bier: 10,20 Euro
Coca Cola: 3,50 Euro
Cappuccino klein: 2,50 Euro

Bis das Essen auf dem Tisch stand

Fix sind sie im Saray, schneller kann man so ein Essen nicht auf den Tisch bringen. Nach nicht mal 6 Minuten stand unser hauchdünn aufgeschnittenes Rindercarpaccio auf dem Tisch, das man eigentlich kaum besser zubereiten kann. 27 Minuten später wurden unsere Hauptgerichte serviert: Medium, würzig und lecker.

Deswegen solltest du hingehen:

Nicht nur sind die Bedienungen richtig freundlich und zu dem einen oder anderen Plausch aufgelegt. Das  schnörkellose Konzept liefert genau das, was man sich von einem Steakhouse wünscht: Leckeres Fleisch mit einer knusprigen Kruste und butterweichem Kern, saisonale Angebote wie zum Beispiel Spargel oder auch mal eine Fleischalternative wie Fischfilet mit Champignon-Limonen-Weißweinsoße.

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