Herbstzeit ist Kürbiszeit

Seit einigen Jahren kommt die vielseitige Panzerbeere, egal ob als Zierde oder als Tellergericht, vermehrt in den herbstlichen Mittelpunkt. Kürbisse sind vielseitige Begleiter. Wir zeigen euch mit einem schmackhaften Rezept, wie er in den Suppentopf passt.

Simone Huber
Feature von Simone Huber, Oktober 27, 2018

In Mittel- und Südamerika wurden Kürbisse schon vor 10.000 Jahren von den Mayas und Azteken angebaut. Auch wir Hallertauer mögen ihn! Der gute, alte Kürbis macht nicht nur als schauriges Schreckgespenst vor der Eingangstür eine gute Figur. Er hat auch Potential zum Braten, Backen, für Chutneys, als Suppe oder roh im Salat.

Für unser Rezept hat uns Josef Steiger aus Gasseltshausen bei Aiglsbach freundlicherweise seine Prachtexemplare zur Verfügung gestellt. Nachkochen ausdrücklich erwünscht!

Hinweis: Den Inhalt des ausgehöhlten Halloween Kürbis kann man zwar essen, schmeckt aber nicht besonders lecker. Den Halloween Kürbis besser nur zur Zierde verwenden.

Kürbissuppe – der Klassiker! 1 Portion
  • 1-2 Hokkaido Kürbisse
  • 1 Gelbe Rübe
  • 1 Zwiebel
  • Fett oder Öl zum Rösten
  • 150 ml Orangensaft
  • 2 EL Gemüsebrühe
  • Wasser
  • 1 EL Sahne
  • Je 1 Prise Salz, Pfeffer und Muskat
  • Petersilie zum Garnieren
Zubereitung

Kürbis oben abschneiden, sodass ein Deckel entsteht. Zuerst mit einem Messer, dann mit einem Löffel das Fruchtfleisch entfernen – aber nur so viel, dass die Kürbisform stabil bleibt. So kann man später die Suppe einfüllen. Das Kürbisfleisch – etwa 200 Gramm – würfeln. Die Karotte waschen, schälen und ebenfalls würfeln. Zwiebel zerkleinern. Mit dem Kürbisfleisch und der Karotte kurz andünsten. Mit Orangensaft ablöschen und rund 5 Minuten einkochen lassen. Dann die Brühe mit etwa einer Kaffeetasse Wasser zugießen und alles bei mittlerer Hitze etwa 20 Minuten köcheln lassen, danach Sahne hinzufügen. Anschließend mit dem Pürierstab mixen. Dabei noch so viel Wasser zugeben, bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken.

Hier die Antworten zu unserem aktuellen Sonntags-Quiz:

1. Man sieht es ihnen zwar nicht an, aber botanisch gesehen zählen Kürbisse zu den Beerenfrüchten, um genau zu sein, zu den Panzerbeeren.

2. Insgesamt gibt es rund 800 verschiedene Kürbissorten, davon sind etwa 200 Sorten essbar. Der Rest ist zwar hübsch anzusehen, aber giftig und somit ungenießbar. All diese Sorten gehen auf nur fünf verschiedenen Wildformen zurück.

3. Ein verholzter Stiel und eine kräftige Farbe sind gute Merkmale. Zusätzlich macht man den Klopftest auf der Kürbisschale – hört sich das Klopfen hohl an, dann ist der Kürbis reif.

4. Kürbisse sind reich an Kalium, Kalzium, Zink, Kieselsäure und verschiedenen Vitaminen. Pro Kilogramm Fruchtfleisch enthält ein Esskürbis nur bis ca. 250 Kalorien.

5. Ursprünglich stammen unsere Kürbisse aus Südamerika, erst im 16. Jahrhundert kamen sie mit den Spaniern über das Meer zu uns.