Uwe Brandl verkürzt uns das Warten auf Weihnachten

Der Abensberger Bürgermeister Uwe Brandl liebt es, Geschichten zu erzählen. Mit dem neuerschienen Buch „Wir sagen Euch an“ legt er seinen ganz persönlichen literarischen Adventskalender vor. Damit die Wartezeit aufs Christkind nicht gar so lang ist.

Simone Huber
Feature von Simone Huber, Dezember 12, 2019

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Herr Brandl, Ihr erstes Weihnachtsbuch „Nikolo bum bum“ traf voll den Nerv der Leser. Worauf liegt der Fokus Ihrer neuen Publikation?

„Wir sagen Euch an“ verkörpert im Grunde einen literarischen Adventskalender. Jeden Tag bis zum 24. Dezember gibt es eine Geschichte. Manchmal heiter, manchmal besinnlich, manchmal aber auch ernsthaft. Die Geschichten bilden – wie das Leben auch –  Lustiges und auch Trauriges. Es ist eine Mischung aus Höhen und Tiefen, mit teils sogar futuristischen Ansätzen.

 

Wie findet ein Bürgermeister überhaupt Zeit, ein Buch zu schreiben?

Natürlich habe ich einen relativ stressigen Job. Dem Schreiben widme ich mich schon seit ich 14 bin. Diese „Schreibzeit“ bedeutet für mich Auszeit vom Alltag. Ich empfinde es wie einen Befreiungsschlag. Belastend wird es erst wenn ich merke, dass etwas im Kopf am Entstehen ist und ich es nicht los werde.

 

An wen richtet sich Ihr neues Buch?

Anders als man es bei meinen Büchern vielleicht vermuten würde, richtete es sich nicht (nur) an Kinder. Jede Geschichte, egal ob lustig oder traurig, hat eine Botschaft. Man kann natürlich jede Geschichte einfach nur runterplätschern lassen. Die ein oder andere Fabel hat aber eine Botschaft. Diese Botschaft zu entschlüsseln, wäre für Kinder zu schwer. Will man den ernsten Kern erfassen, muss man schon in die Tiefe gehen. Das ist dann eher was für Erwachsene.

 

Wovon lassen Sie sich beim Geschichtenschreiben immer inspirieren?

Oft von der Ironie des Lebens und dessen Höhen und Tiefen. Zudem sind meine Charaktere meist nicht frei erfunden. Sie sind sicher persifliert und überspitzt dargestellt. Aber die beschriebenen Figuren, egal ob sie als Mensch oder als Tier auftreten, gibt es alle und ich hab sie meist auch schon persönlich kennengelernt (lacht).

„Meine Geschichten „überfallen“ mich. Wenn ich Ruhe habe oder auch Stress, kommt mir eine Idee. Dann setze ich mich hin und aus der Idee wird – wenn alles gut geht – eine G´schicht“.

Uwe Brandl, Buchautor und Bürgermeister

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