Hofläden in der Hallertau #14: Bienenhof Pausch

Luise Heine
Feature von Luise Heine, Januar 25, 2020

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Da hat sich ein Hobby aber ausgewachsen! Zwei Bienenvölker kaufte sich Albrecht Pausch 1989 in seiner stressigen Zeit als Marketing-Manager bei Intel. Doch es blieb beim Hobby-Vorsatz. Seine Frau Helga übernahm und baute die Imkerei innerhalb eines Jahres auf 120 Völker aus. 2004 gründeten beide gemeinsam den Bienenhof Pausch in seiner heutigen Form. Albrecht entwickelte dort seine Passion für die Destillerie. Die Grundlage, das Obst, wird inzwischen überwiegend selbst angebaut. Knapp 1500 Bäume – 26 Obstsorten – gedeihen dafür rund um den Bienenhof Pausch.

Bienenhof Pausch – was gibt es da?

Wer den Hofladen des Bienenhof Pausch betritt, der kann erst einmal die Destille bestaunen. An der Stirnseite reihen sich dann die hochprozentigen Schätze aneinander: Liköre, Geiste aber vor allem auch Edelbrände. Hier lässt sich ein „Edelbrand Mispel“ genauso erstehen, wie die als regional anzusehende Spezialitäten „Edelbrand Cuvée von Scheyrer Birnen“ beziehungsweise „Scheyrer Äpfeln“. Aber auch feine Würzessige warten auf ihre Verwendung, zum Beispiel im Salatdressing. Selbstgemachten Schaumwein, etwa von der Quitte, hat das Ehepaar Pausch ebenfalls im Sortiment.

Weiteres wichtiges Standbein sind natürlich die vielen Honigprodukte: Honigwein, Blütenpollen aber auch verschiedenste Honigsorten – Linden-, Wald-, Blütenhonig. Sogar der bei uns eher seltene Kastanienhonig lässt sich hier kaufen.

Bienenhof Pausch – spannend zu wissen

Besonders stolz ist Albrecht Pausch auf eine Kreation, die er ganz neu im Sortiment hat: Der Shyravalli. Seine „elegante, bayrische Antwort auf Whisky und Rum“. Als Vergärungsquelle diente hier nicht Zuckerrohr oder Getreide, sondern Waldhonig. Doppelt gebrannt und zwei Jahre im Fass gereift ist der Shyravalli weder Whisky noch Rum, schmeckt aber den Liebhabern von beiden.

Gerade weil die Pauschs mit Bienen arbeiten, ist ihnen das Wohlergehen der Tiere und auch der Natur besonders wichtig. Das bedeutet nicht nur, die biologische Erzeugung der eigenen Produkte. Auch beim Zukauf wird darauf geachtet, dass alles die richtige und Bio-Qualität hat.

Wer gerne einen tieferen Einblick in das Leben und Schaffen der Bienen, aber auch die Arbeit mit der Brennerei haben möchte, kann eine Führung buchen – selbstverständlich inklusive Verkostung.

Unsere Hofläden

Hier stellen wir Dir die kleinen, aber feinen Hofläden der Hallertau vor. Denn auch heute gibt es sie noch, die Leute, die regional produzieren und verkaufen. Nur finden tut man sie nicht so leicht – das möchten wir ändern! Denn es gibt in der Hallertau ein paar Schätze zu heben: Obst, Gemüse, Eier, Brot, Molkereiprodukte, Wurst, Fleisch, Getränke und noch ein paar Sachen mehr. Schau immer mal wieder rein, dann zeigen wir Dir die Geheimtipps, die sich zwischen Hügeln, Hopfenfeldern und Wäldern verstecken.

Weitere Hofläden:
Hofläden in der Hallertau #1: Lehenmühle
Hofläden in der Hallertau #2: Naturgarten Schönegge
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Hofläden in der Hallertau #4: Hallertau Lamas
Hofläden in der Hallertau #5: Biohof Kreitmair
Hofläden in der Hallertau #6: Die Boderei
Hofläden in der Hallertau #7: Haselnusshof Neumeier
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